Stapelfeld - Eine gute Schulgemeinschaft, der wertschätzende Umgang miteinander, die gute Ausstattung und eine hohe Lernbereitschaft der Schülerschaft ziehen offenbar viele Lehrkräfte an kirchliche Schulen. 25 neue Lehrkräfte lud die Schulstiftung St. Benedikt (Vechta) jetzt zu einer mehrtägigen Tagung in die Katholische Akademie Stapelfeld ein. Sie unterrichten in Wilhelmshaven, Oldenburg, Vechta und Cloppenburg. Insgesamt werden an den vier Gymnasien, vier Oberschulen und einer Berufsschule der Schulstiftung St. Benedikt circa 5500 Schülerinnen und Schüler beschult.
Unter Moderation von Matthias Soika vom Bischöflich Münsterschen Offizialat und Pastoralreferent Peter Havers setzten sie sich mit dem christlichen Menschenbild auseinander. Besprochen wurden auch Herausforderungen durch große Klassen, die Diversität der Schülerschaft und die Beschulung von Inklusionsschülern. Uwe Kathmann, Vorstand der Schulstiftung, stellte die Strukturen der Stiftung vor, Prof. Dr. Franz Bölsker die Kirchengeschichte des Oldenburger Landes.
Christoph Wilkens
Christoph Wilkens (55) unterrichtet seit Schuljahresbeginn am Wilhelmshavener Gymnasium Cäcilienschule. „Ich wollte gerne dort arbeiten, wo man es versucht und schafft, die Schüler noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Wo es eine starke Wertschätzungskultur und eine Schulgemeinschaft gibt, in der wirklich alle das Gefühl haben, dazuzugehören. Ich bin sehr froh, dass ich den Wechsel gemacht habe. Es ist ein anderer Umgang mit den Schülern.“
Larissa Hartmann
Larissa Hartmann (28) ist neu an der Ludgerus-Schule Vechta. Sie kam hierher, weil sie das Schulkonzept der Oberschule reizte. „Außerdem ist das hier gelebte christliches Menschenbild mit Werten verbunden, die eine Gesellschaft ausmachen, zum Beispiel der respektvolle Umgang miteinander, Wertschätzung und gegenseitige Hilfe. Das steckt ja schon im Leitspruch der katholischen Oberschulen drin: weil du so wertvoll bist.“
Martin Lorenz
Einen etwas ungewöhnlichen Weg hat Martin Lorenz (50) hinter sich. Nach vielen Jahren als Unternehmensberater hatte der technische Informatiker noch einmal den Beruf gewechselt. Seit neun Jahren ist er Lehrer. „An die Liebfrauenschule Oldenburg zu kommen war genau die richtige Entscheidung“, sagt er. Es herrsche ein guter Umgang des Trägers mit der Schule, er lobt das Kollegium und vor allem die Schüler. Der Unterricht funktioniere auch in größeren Klassen, „weil die Schüler so nett und diszipliniert sind.“
Marlyse Gwandiku
Das Gefühl, willkommen zu sein, hat Marlyse Gwandiku (44). Die gebürtige Kamerunerin hatte vorher an Schulen im Emsland gearbeitet. „Die Marienschule in Cloppenburg gibt mir das Gefühl, dass man wertvoll ist und gebraucht wird.“ Besonders lobt sie die moderne digitale Ausstattung. „Das macht die Arbeit sehr einfach. Ich vermisse keine Kreidetafel.“
