Ramsloh - 24 Leserollis sind vor Kurzem in die Grundschule Ramsloh eingezogen. Die Lesekoffer sollen die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien auf eine Reise in die Welt der Bücher und Geschichten einladen. Lehrkraft und Büchereikoordinatorin Kristiane Fisse hatte sich um die Vorbereitung, Organisation, Beschaffung, Bestückung und Gesamtkoordination dieser Aktion gekümmert. Die Idee des Leserollis wurde vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin (LISUM) 2005 entwickelt und erprobt.
Jeweils bis zu 13 Bücher
„Ein Leserolli ist ein Rollkoffer mit Büchern, den die Schülerinnen und Schüler einer Klasse für einen bestimmten Zeitraum mit nach Hause nehmen können“, heißt es von der Grundschule. Die Leserollis sind jeweils bepackt mit einer Auswahl von bis zu 13 Büchern. Nacheinander dürfen alle Kinder der Grundschule den Leserolli für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen mit zu sich nach Hause nehmen. Dabei haben sie die Möglichkeit, viele unterschiedliche Geschichten zu erkunden. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit wird der Leserolli in die Schule „zurückgerollt“ und über die Lehrkraft an das nächste Kind übergeben. „Auf einer vorbereiteten Seite im beiliegenden Bücherreisetagebuch können alle ihre Erfahrungen durch Notizen, gemalte Bilder und Fotos reflektieren.“
Das Spektrum der ausgewählten Bücher ist laut Schule weit gefächert. Es sei eine altersgerechte Auswahl erfolgt: Dem 1. und 2. Jahrgang biete sich eine Mischung aus Bilder- und Vorlesegeschichten, Büchern in Silbenschrift und Sachbüchern, für das 3. und 4. Schuljahr gebe es Kinderbuchklassiker, Neuerscheinungen und Sachbücher.
Eltern als Partner
Mit dem Leserolli verschafft die Schule den Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu Büchern und Geschichten in ihrem familiären Kontext, also außerhalb der Schule: „Schule und Elternhaus sind Partner in der Leseförderung. Zusammen Bücher anschauen, lesen, vorlesen, über den Inhalt sprechen, dazu malen oder schreiben können gemeinsame Aktivitäten sein. So wird der Umgang mit Literatur auf unterschiedliche Weise ermöglicht.“ Als positiver Nebeneffekt entstehe in der Klasse ein gemeinsamer „Leseschatz“: Am Ende des Schuljahres verfügen alle Kinder über einen bestimmten literarischen Fundus, kennen dieselben Geschichten und können sich darüber austauschen.
