Cloppenburg - Als einen besonderen Jahrgang, nicht nur in Bezug auf die Leistungen, bezeichnete Schulleiter Andreas Weber die diesjährige Abiturientia an der Liebfrauenschule (ULF). Es sei ein musikalischer, ein bewahrend konservativer, was auch die klassische Abschlussfeier verdeutliche, und ein bunter Jahrgang gewesen, der nun ins Leben entlassen werde. „Und genau das macht uns aus“, sagte Weber. 84 Abiturientinnen und Abiturienten bekamen in einer stimmungsvollen Feier ihre Reifezeugnisse überreicht.
Dreimal 1,0
Als Beste des Jahrgangs mit der Durchschnittsnote 1,0 wurden Jana Meyborg, Jarnithan Ravichandran und Michael Wulfers ausgezeichnet. Den Sozialpreis für besonders ehrenamtliches Engagement während der Schulzeit erhielten Mussif Shamden und Clara Otremba. „Ich bin emotional ganz bei Ihnen“, richtete Uwe Kathmann von der Schulstiftung St. Benedikt seine Worte an die Eltern, „gestern haben Sie ihnen noch die Schuhe zugemacht und nun sind sie auf der Suche nach einem Studienplatz oder einer Studentenbude.“ Er griff auch das Motto des Gottesdienstes „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen“ auf. „Sie haben ganz andere Hürden überspringen müssen als Ihre Vorgänger, und das haben Sie mit Bravour gemeistert“, sagte er anerkennend zur Abiturientia.
Humorvoll bezog Elternsprecher Ralf Bohmann-Laing die „Telet-Abis“ in Anlehnung an die Kinderserie „Teletubbies“ in seine Rede ein und stellte zum Schluss die Frage, ob man alles brauche, was man gelernt habe, die er sofort verneinte.
Gemeinschaft
Das wichtigste, was die Schülerinnen und Schüler gelernt hätten, seien Gemeinschaft, Freundschaft und Vielfalt. Heiter ließen die Abiturientinnen und Abiturienten die Schulzeit Revue passieren und betonten das Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie richteten ihren Dank an die Lehrkräfte und an die Eltern.
Als besonders widerstandsfähig charakterisierte der Schulleiter in seiner Festansprache diesen Jahrgang. Von widrigen Bedingungen und von Steinen, die niemand auf dem Weg haben möchte, sprach er und bezog sich dabei auf den Mehltau der Pandemie, der sich über die letzten zwei Jahre gelegt hätte. Die Resilienz dieser Schülerinnen und Schüler mit der Akzeptanz, der Beziehungsgestaltung, der Lösungsorientierung, dem Verlassen der Opferrolle und der Zukunftsgestaltung sei eine Kraftquelle gewesen.
