Löningen - Im Basketball muss man ja schon manchmal rechnen: Bei Ergebnissen von 109:92 und Möglichkeiten, drei-, zwei- und einfach zu punkten, sollte man mathematisch schon halbwegs auf Zack sein. Aber die Basketballer des VfL Löningen wollen nach dem Heimspiel an diesem Samstag ab 19 Uhr gegen den CVJM Hannover nicht mehr rechnen müssen. Nach dieser Partie, zu der wieder unbegrenzt Zuschauer nach der 2G+-Regel zugelassen sind, soll der Klassenerhalt in der 2. Regionalliga für den VfL erreicht sein. Kein Hoffen mehr auf Patzer der Konkurrenz. Kein Rechnen mehr, wer noch auf wie viele Punkte kommen kann. „Das Rechnen wollen wir am Samstag am liebsten direkt beenden und den Klassenerhalt fix machen“, fasst der erfahrene Spieler Nils Drees zusammen. Aber ist am Samstag wirklich mit einem Sieg des VfL gegen den Tabellendritten zu rechnen?
Natürlich können sich die Löninger Chancen ausrechnen, haben sie doch zuletzt fünfmal in Serie gewonnen und dabei auch die zu dem Zeitpunkt zweitplatzierte Fortuna aus Logabirum bezwungen. Aber der Gegner aus Hannover hat schon 23 verschiedene Spieler eingesetzt, die auch alle gepunktet haben, und ist dementsprechend schwer berechenbar.
Team geschwächt
Und dass es nicht ganz so stark sein wird wie zuletzt, damit muss das Team des Trainers Guido Thöle schon rechnen: Schließlich wird ihm der zuletzt herausragende Paul Grünloh fehlen. Ausgerechnet der Power Forward, der in 13 Spielen 250 Punkte erzielt hat, also rechnerisch auf 19.2 Zähler pro Partie kommt, muss nach einem Arbeitsunfall wegen einer Handverletzung pausieren.
Auf im Schnitt 16.8 Punkte kommt bei den Hannoveranern der mit ProB-Erfahrung ausgestattete Marcel Schwarz. Im Hinrundenspiel, dass die Landeshauptstädter mit 85:62 klar gewonnen hatten, war allerdings Kai-Philipp Deeke Topscorer.
Klatsche in Hannover
„Hannover hat uns in der ersten Hälfte überrannt“, erinnert sich VfL-Spieler Torben Brogmus. Die Löninger wissen also genau, dass es ungemein schwer wird, den Gast am Samstag in der Großraumturnhalle an der Ringstraße niederzuringen.
Bleibt zu hoffen, dass nach dem Spiel des VfL gegen den Christlichen Verein Junger Menschen keine Gebete für den Klassenerhalt der Löninger nötig sein werden. Der Ligaverbleib des VfL sollte dann am besten in trockenen Tüchern sein, und Gebete für den Frieden sind ja eh viel angebrachter. Rechnen müssten die VfL-Spieler dann nur noch abseits ihrer Basketball-Leidenschaft – etwa an der Zapfsäule. Nach dem Motto: Wie viel Liter Kraftstoff kann ich mir jetzt eigentlich noch leisten . . .
