Barßel - Zwölf Klassen und mehr als 250 Schülerinnen und Schüler – die Marienschule in Barßel ist die größte Grundschule in der Gemeinde. Das heißt, es gibt nicht nur viel Trubel während des Unterrichts, sondern auch vor oder nach dem Schultag. Denn die mehr als 250 Schülerinnen und Schüler müssen auch irgendwie zur Schule hinkommen. Und der Schulweg ist nicht ganz ungefährlich – deswegen sucht die Schulleitung zusammen mit der Gemeindeverwaltung jetzt ehrenamtliche Schülerlotsen.
Viel Verkehr
„Eigentlich sollten ja die meisten Kinder mittlerweile mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Doch von hohen Nutzungszahlen dieses Verkehrsmittels sind wir noch weit entfernt“, sagt Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos). So werden an der Barßeler Grundschule noch viele Kinder von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht. Doch direkt an der Schule mangelt es an Parkraum. Um die Situation zu entschärfen, wurde mit der Polizei besprochen, dass Eltern, die ihre Kinder bringen müssen, auf dem Parkplatz des Lidl-Markts parken sollen. Dann muss aber die Pestalozzistraße auf dem Weg zur Schule überquert werden, die jedoch tagsüber stark befahren wird.
„Die Autos fahren an dieser Stelle oftmals zu schnell und wir müssen versuchen, die Kinder sicher über die Straße zu bringen. Wir wünschen uns daher einen Lotsendienst zu Stoßzeiten, morgens von 7.25 Uhr bis 7.45 Uhr und auch gerne zum Schulschluss ab 12.50 Uhr für zwanzig Minuten“, sagt Maike Gundelach, Leiterin der Marienschule. Melden können sich Interessenten bei der Rektorin in der Marienschule unter der Telefonnummer 04499/7591. Starten soll der Lotsendienst so früh wie möglich – am besten zu Beginn des neuen Jahres. „Es ist ein Ehrenamt und jeder, der sich meldet und uns helfen möchte, ist ein echter Gewinn“, so Gundelach weiter. Dabei hat der Bürgermeister bereits versprochen, die zukünftigen ehrenamtlichen Helferinnen oder Helfer mit Warnweste und gegebenenfalls mit einer Kelle auszustatten.
Radweg ausgebaut
Um die Verkehrssicherheit der Kinder auf dem Schulweg zur Marienschule zu verbessern, hat die Verwaltung in der Vergangenheit schon reagiert. So wurden rund um die Schule 30er-Zonen eingerichtet, die während der Schulzeiten gelten. In jüngster Vergangenheit wurde der Radweg, der hinter dem Sportplatz entlangführt, ausgebaut. Außerdem wurden an der Einfahrt zwischen Sportplatz und dem EWE-Gebäude Poller installiert, damit es durch den dortigen An- und Abfahrtsverkehr nicht zu zusätzlichen Gefahren kommt.
