Cloppenburg - Drei spannende zeitgenössische Positionen der Malerei sind in einer Ausstellung „Kunst aus Dresden“ zusammengeführt, die bis zum 29. Mai in der Kunsthalle im Kulturbahnhof Cloppenburg zu sehen ist. Die Frühlingsausstellung in der Kunsthalle ist der Auftakt einer Ausstellungstrilogie, zu der der Vorsitzende des Kunstkreises, Dr. Martin Feltes, mehr als 60 Kunstinteressierte begrüßte. Er bezeichnete die Exponate nicht nur als Sehbilder, sondern auch als Sinnbilder, die nicht nur zum ästhetischen Erleben einladen, sondern auch zur Nachdenklichkeit über den Sinn des Lebens. Drei Künstlerpersönlichkeiten, Gaby Keil, Anne Kern und Hans Kutschke, die durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland durch Auszeichnungen und Stipendien eine überregionale Anerkennung erfahren, geben sich in der Kreisstadt die Ehre.
Hans Kutschke
„Hans Kutschke geht es in seiner Kunst um den Menschen, in seiner Einsamkeit, mit seinen Träumen und Sehnsüchten“, führte Feltes in die Werke des Künstlers ein. Die Malerei Kutschkes stehe in der Tradition des deutschen Expressionismus, so Feltes, die Identifizierung mit Randgruppen der Gesellschaft sei dabei eines der Hauptmotive gewesen. Diese Identifizierung und Solidarität seien in den Werken zu beobachten.
Anne Kern
„Anne Kern findet ihre Motive im Elbsandsteingebirge im Umland von Dresden mit seinen bizarren Gesteinsformen“, informierte der Kunstkreisvorsitzende, „dabei finden vor allen stillgelegte Steinbrüche und die wassergefüllten Aushübe ihr malerisches Interesse“.
Die Künstlerin male nicht nur das, was sie sehe, sondern das, was sie fühle. So gehe es Anne Kern nicht nur um das Gesehene, sondern um innere Bilder. „Eine Reise in eine Anderswelt beschwören die Gemälde von Anne Kern in ihrer meditativen Kraft“, fasste Feltes die Werke der Künstlerin zusammen.
Gabi Keil
„Um das Geheimnis der Stille im Kontrast zum höllischen Lärm unserer Alltagswelt kreist das malerische Werk von Gabi Keil“, beschrieb der Kunstkenner die Werke der dritten Künstlerin. Orte in Dresden bildeten das vornehmste Motivrepertoire der Künstlerin. Ihr sensibler Blick gelte dem Unscheinbaren, Verborgenen und Übersehenen. Momentaufnahmen von Alltagssituationen hätten in der Bilderwelt von Gabi Keil den Charakter des Zeitlosen. „Sie berühren uns in dem Spannungsfeld von Vergänglichkeit und Lebenszeichen, sie verdichten die Schönheit der Natur und sprechen in Symbolen als sichtbare Zeichen für das Unsichtbare“, interpretierte Feltes die Werke.
Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellung vom Blechbläserensemble der Kreismusikschule Cloppenburg unter der Leitung von Erik Bredehorst. Die Öffnungszeiten sind sonntags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Tel. 04471/85480.
