Cloppenburg - Vor sieben Jahren hatte die Marienschule einen viel beachteten Imagefilm produzieren lassen. „Seitdem hat sich aber viel geändert“, sagt Schulleiterin Simone Hegger-Flatken. Ein neues Gebäude, viele neue Gesichter, die Digitalisierung und neue Unterrichtsprofile. „Das möchten wir der Öffentlichkeit gern vorführen.“ Zeit für eine Neuauflage des Imagefilms. Beauftragt hat die Schule dafür die Vechtaer Produktionsfirma RPLC.
Morgens um acht beginnen die Aufnahmen. Das Produktionsteam besucht im Laufe von zwei Drehtagen im Januar und März alle Bereiche der Schule. „Unsere Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sind mächtig aufgeregt“, meint Hegger-Flatken. Gefilmt wird nur, wer es möchte. Los geht es mit dem Morgengebet in der 5a. Katherina Pilk übt mit der Klasse einmal die morgendliche Begrüßung trocken durch. Beim zweiten Mal läuft die Kamera mit. Kameramann Johannes Brenn fängt noch einzelne Gesichter und Schnittbilder ein. Passt. Szene im Kasten.
Nils aus der 6. Klasse soll dann vor der Kamera den Wochenplan erklären. „Wenn wir Fragen zum Wochenplan haben, können die Lehrer uns alles erklären. Den Wochenplan müssen wir bis Freitag schaffen“, erklärt er mit erster Mine. „Nochmal“, forderte ihn Filmemacherin Jill Deglmann auf und beugt sich zu ihm runter. „Und du darfst auch gern dabei lachen.“ Nils strahlt: „Ja, lachen mache ich gern.“ Die zweite Aufnahme wird besser.
Zweiter Kameramann
Nächste Station: Informatikunterricht in der 10a. Inzwischen ist mit Lukas Stanislawski ein zweiter Kammermann mit viel Equipment dazugekommen. Alle sitzen konzentriert vor ihren Bildschirmen und programmieren mit der Software Scratch und Lego Mindzone Autos.
Auf einer kleinen Teststrecke lässt sich gleich erproben, ob alles real funktioniert. Souverän erklären einige Jungs vor der Kamera, was sie grade machen. „Die Klasse war noch nie so ruhig wie jetzt“, grinst Jens Buschenlange, der Didaktische Leiter der Oberschule. Buschenlange muss es wissen, es ist seine Klasse. Klaglos nehmen es alle in Kauf, dass die Dreharbeiten auch die Pause in Beschlag nehmen.
Kochshow
Da sich der Vormittag dem Ende zuneigt, passt es gut, der Nase zu folgen und in der Lehrküche neben der Mensa weiter zu filmen. Wie für eine richtige Kochshow hat hier eine zehnte Klasse schon alles vorbereitet. Unter Leitung von Irmgard Lüske haben die jungen Leute aus dem Profil Gesundheit und Soziales Schüsseln mit Brotteig gefüllt und den Ofen vorgeheizt. Mixer und Thermomix stehen griffbereit für die nächsten Portionen.
„Ich bin total stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler“, zeigte sich Simone Hegger-Flatken zufrieden über die ersten Drehs. „Sie arbeiten toll mit und zeigen, was sie alles gelernt haben. Auf den fertigen Film können wir uns alle freuen.“
Mitte März soll er fertig sein. Einzelne Szenen werden schon im Vorfeld über Social-Media-Kanäle der Schule zu sehen sein.
