Nach drei Jahren Zwangspause konnte jetzt die Turnhalle der Marienschule Strücklingen wieder in eine Manege verwandelt werden. Im Rahmen des „Zirkusprojekts gegen Sucht“ an der Grundschule zeigten 30 Kinder des vierten Schuljahres ihr Können beim Zirkus „Jekamima“ und schlüpften in die Rollen kleiner Artisten. Schulleiterin Monika Olling freute sich, dazu zahlreiche Gäste begrüßen zu dürfen, darunter auch Saterlands Bürgermeister Thomas Otto. Der Name „Jekamima“ bedeute „Jeder kann mitmachen“, erklärte Olling. „Wenn Sie gleich den Eindruck haben, es würden Hunderte von Kindern auftreten, dann liegt das daran, dass hinter der Bühne Eltern damit beschäftigt sind, in einer organischen Höchstleistung Kinder in Windeseile in immer andere T-Shirts zu stecken, damit die in wenigen Sekunden in einer neuen Rolle auf der Bühne zu sehen sind“, kündigte die Schulleiterin den Zirkus an. Von den Gästen gab es großen Applaus für die kleinen Artisten. Aber auch für die Kinder der ersten bis dritten Klassen, die die Zuschauer mit einem Lied auf die Aufführung eingestimmt hatten sowie für einen Trommelbeitrag der Drittklässler. Ins Leben gerufen wurde das Zirkusprojekt 2002 von der Fachstelle für Suchtprävention der Edith-Stein-Stiftung. Ziel sind die Förderung sozialer und personaler Kompetenzen, die Integration von Außenseitern, Stressbewältigung sowie die Gewinnung und Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Es zählt nicht die Solo-Leistung der Kinder, sondern das Bewusstsein, ein wichtiger Teil eines Ganzen zu sein.