Markhausen - Einen tollen Erfolg meldete die St.- Johannes-Schützenbruderschaft Markhausen mit ihrer Aktion „Schützen-Drive-In“ am vergangenen Schützenfest-Samstag auf dem Festplatz. Eigentlich wollten die Markhauser am vergangenen Wochenende ihr traditionelles Schützenfest feiern. Doch dann kam die Corona-Krise dazwischen und das Fest fiel ins Wasser. Doch die Vereinsspitze wollte die Schützen wegen der Corona-Krise nicht allein lassen und hatte sich eine kreative Überraschung für die Vereinsmitglieder einfallen lassen.

Der Vorstand der Schützen zeigte sich einfallsreich und bot zumindest ein abgespecktes Schützenfest in Form von Schützentaschen für das „Schützenfest zu Hause“ für zehn Euro an. Die waren gut gefüllt. Neben leckeren Rostbratwürsten gab es für die Herren ein gekühltes Dosenbier, für die Damen Prosecco, Waffeln, Schießbudenrosen, ein Anstecker mit der Aufschrift „Bleib Gesund 2020“ sowie ein von Monika Meyer verfasstes Gedicht über das etwas andere „Markhauser Schützenfest“. Übrigens: Die Anstecker dürften wohl in die Geschichte eingehen.

Die Jugend erhielt Gummibärchen. Rund 350 „Schützentüten“ hatte der Vorstand vorbereitet und die gingen sprichwörtlich weg wie warme Semmeln. König Aloys Bäker und der Vorstand hatte alle Hände voll zu tun, um die Pakete auf dem Schützenplatz auszugeben. Dort bot sich das imposante Bild einer riesigen Autoschlange. Sogar Trecker hatten sich unter die Pkw gemischt. Die Insassen und Fahrer waren fast alle uniformiert und nahmen die Taschen am Drive-In-Schalter an. In Schützenuniform „anzutreten“ lohnte sich. Es gab einen „Extraschluck“.

Sowohl die Abholer als auch die anwesenden Vorstandsmitglieder hielten sich an die Infektionsschutzverordnung bei der Ausgabe der Schützentaschen. Zuvor hatte der Vorstand vor dem Kriegerdenkmal einen Kranz niedergelegt. „Wir freuen uns über die starke positive Resonanz unserer Schützen an dieser wohl einmaligen Aktion. Mehr als 900 Mitglieder hat unsere Bruderschaft und die hatten wir alle zum Drive-In eingeladen. Sogar im Ort waren Häuser und Straßen beflaggt. Es wird bei der Premiere bleiben, denn im kommenden Jahr wollen wir wieder unser Schützenfest feiern“, sagte Brudermeister Jürgen Meyer.