Garrel - Fast 30 Länder hat der Abenteurer Maximilian Semsch in mehr als zehn Jahren mit dem Fahrrad bereist: Seine Radreisen führten ihn 13 500 Kilometer von München nach Singapur oder 16 000 Kilometer um Australien. Nur von einem Land hatte er bis dato deutlich zu wenig gesehen: seinem eigenen. So entschied er sich im Jahr 2016, alle 16 Bundesländer mit dem Fahrrad zu bereisen.
Von dieser Tour berichtet der Münchener auf Einladung des Kunst- und Kulturkreises Garrel am Sonntag, 16. Oktober, in seinem Live-Dia-Vortrag „Abenteuer Deutschland“. Semsch war eigentlich schon im April 2020 eingeladen worden, die Veranstaltung musste aber wegen Corona ausfallen und wird jetzt nachgeholt.
Durch alle Bundesländer
7500 Kilometer standen am Ende seiner viermonatigen Tour. Sein Weg führte ihn durch alle Bundesländer. Da Deutschland über 75 000 Kilometer Radfernwege verfügt, war es für Semsch möglich, Deutschland fern der Hauptstraßen zu bereisen. Semsch: „Bisher hat es mich bei meinen Reisen immer in möglichst entfernte und exotische Länder gezogen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich bisher kaum etwas von meiner Heimat gesehen habe, außer Autobahnen und Raststätten. Dabei besitzt Deutschland eine der besten Infrastrukturen für Radfahrer. Und so dachte ich mir, das solltest du dir mal anschauen.“
Über die gesamte Reise hinweg hatte Semsch immer wieder Mitfahrer aus den unterschiedlichsten Regionen, die ihm ihre Heimat gezeigt haben. Er traf sich mit über 200 Menschen: von der Religionslehrerin bis hin zu Skifluglegende Jens Weißflog.
Neugierig sein
Abenteuer bedeutet für Semsch entdecken, mit offenen Augen reisen und neugierig sein. Außergewöhnliche Menschen, spektakuläre Landschaften, fast vergessene Bräuche und spannende Geschichten entdeckte Semsch auf seiner Deutschland-Tour auf dem Fahrrad.
In seinem Vortrag möchte Semsch den Menschen die Freiheit des Radreisens näherbringen und zeigen, dass es auch ein Abenteuer sein kann, durch Deutschland zu radeln. Fernwehgarantie inklusive.
Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Gasthaus „Zum Schäfer“, Eintritt zehn Euro, im Vorverkauf acht Euro. Karten gibt es beim Vorstand telefonisch unter den Rufnummern 04474/7475 oder 04474/7371 oder online unter
