Cappeln - Die Cappelner Ortsmitte soll lebendiger und der Marktplatz deshalb neu gestaltet werden. Das ist das Hauptziel der Dorfentwicklung. Zwei Planungsbüros haben im Planungs-, Umwelt- und Wegeausschuss ihre Ideen vorgestellt. Der empfahl letztlich die Entwurfsskizze der NWP Planungsgesellschaft. Danach verschwinden die Bushaltestelle und der Parkplatz aus der ersten Reihe an der Großen Straße und werden rückwärtig an die Bokeler Straße verlegt. Durch einen autofreien Marktplatz soll der Aufenthaltscharakter dort gestärkt werden.
2025 passiert einiges
„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht der Bus“, meinte Bürgermeister Marcus Brinkmann. „Der Platz darf aber nicht zu groß sein, sonst funktioniert er in einem kleinen Ort wie Cappeln nicht“, meinte Planer Lukas Krönert. Die Pläne der Gemeinde sehen vor, dass die Feuerwehr vom Markt in den Neubau an den Schierlingsdamm umzieht. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Das alte Feuerwehrhaus soll zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Das angrenzende Rathaus soll auch ab 2025 saniert und erweitert werden. Die Volksbank, ebenfalls am Markt ansässig, will ein paar Meter weiter neu bauen. Baubeginn ist vermutlich auch nächstes Jahr. Das jetzige Bankgebäude hat die Gemeinde gekauft. Es wird abgerissen. Somit ergibt sich auf dem Marktplatz mehr Gestaltungsspielraum.
Multifunktionsplatz
Entlang der Großen Straße und damit auf dem jetzigen Parkplatz könnte nach den Vorstellungen des Planers ein länglicher Multifunktionsplatz entstehen, dahinter ein dreigeschossiges Multifunktionsgebäude. Die Gemeinde will darin auch Gastronomie ansiedeln. Parkplätze, Fahrradabstellplätze und Bushaltestelle sollen in die zweite Reihe rücken. Frei bleiben muss am Markt die Zufahrt zur dahinter liegenden Hofstelle.
Größe des neuen Platzes
Nach Ansicht von Ursula Niemeyer (CDU) nimmt die Bushaltestelle jetzt zu viel Raum ein. „Wir wollen den Aufenthaltscharakter am Markt stärken.“ Daniel Willenborg (UWG) plädierte dafür, dass der Bus aus der Sichtachse des Kreisels verschwindet und an die Bokeler Straße wandert. Hinsichtlich der Pkw-Parkplätze solle sich die Gemeinde mit der Volksbank abstimmen, um Synergien zu nutzen.
Wie groß die Multifunktionsfläche wird, darauf müsse noch mal genauer geschaut werden, meinten sowohl Willenborg als auch Niemeyer, auch mit Blick auf die Kirmes. Dem schloss sich Wilhelm Meinerling (Gelb-Grünes-Bündnis) an. Lieber klein und fein wünschte sich Frank Garling (SPD) den künftigen Marktplatz und verwies auf Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt und das Maibaumaufstellen der Feuerwehr.
Haltestelle bleibt Thema
Zum Auftrag der Planer gehörte auch, zu prüfen, ob die Bushaltestelle auf den wenig genutzten Parkplatz hinter der katholischen Kirche verlegt werden könnte. Davon rieten beide Planungsbüros ab. Auch die Schüler würden den Marktplatz beleben, wenn der Bus an der Bokeler Straße hält. Darüber will die CDU-Fraktion noch beraten.
