Bösels Bürgermeister Hermann Block sprach am Ende von einem „erheblichen Mehrwert für die Partnerschaft“: Eine Delegation von 20 Böselern hat – wie berichtet – mit ihrem Besuch in Dippoldiswalde (kurz Dipps) die Städtepartnerschaft, die seit 1990 besteht, gestärkt. Die Dippser haben sich dabei zum 790-jährigen Bestehen von ihrer schönsten Seite gezeigt, auch wenn es für Bösels Partnerstadt durchaus auch einen Wermutstropfen gab. Es war nämlich das letzte Stadtfest als Kreisstadt. Dipps verliert zum 1. August dieses Jahres seinen Status als kleinste Kreisstadt in Sachsen. Da dieses „politische Schicksal“ bekannt war, tat diese Erkenntnis der guten Stimmung auf dem Marktplatz aber keinen nennenswerten Abbruch. Die Böseler Abordnung konnte so auf dem Marktplatz im historischen Stadtkern und den Gassen und Nebenstraßen bei insgesamt hundert Programmpunkten feiern. Darüber hinaus war die Stadtführung in der geschichtsträchtigen Landeshauptstadt Dresden

ein weiterer Höhepunkt. Auf dem Rückweg wurde der Sportpark von Dipps besichtigt, der mit einem Investitionsaufwand von über 8,3 Milllionen Euro vor einigen Jahren errichtet worden ist. Dort finden Schüler einen modernen Kunstrasenplatz, Beachvolleyball-Felder, Laufbahnen und Kugelstoßanlagen vor. Darüber hinaus gibt es eine Vierfeld-Sporthalle, Kegelbahn, Fitnessraum und Schießstand, berichtete Block am Mittwoch in der Ratssitzung all jenen, die an dieser Reise nicht teilnehmen konnten oder wollten. Am Sonntagvormittag hat der Dippold, „lebendes Wahrzeichen und Namensgeber der Stadt", die Böseler Reisegruppe über die Stadtgeschichte und die Entwicklung von Dipps informiert. Die Erlebnisrundfahrt fand mit einem Oldtimerbus statt, der 1957 zugelassen worden war. Abschließend wurde die Gruppe nach einer Führung durch die Ingenieurschule für Lebensmittelindustrie im beruflichen Schulzentrum Dippoldiswalde von den Hauswirtschafterinnen der Schule mit einem selbstgebrauten Bier

und einem Imbiss bewirtet. „Die Partnerschaft zwischen Bösel und Dippoldiswalde ist eine sehr lebendige, die durch regelmäßige Besuche und Gegenbesuche frisch gehalten wird“, bilanzierte ein zufriedener Bürgermeister Block die lange Reise nach Sachsen.

Überraschung in der großen Pause: Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Petersdorf haben am Donnerstag Schulsekretärin Maria Sieger mit einem „mehrstimmigen“ Ständchen überrascht. „Viel Glück und viel Segen“, hieß es aus den Kehlen der Grundschüler. Sieger zeigte sich gerührt. Sie ist seit 21 Jahren als Schulsekretärin aktiv. „Für mich ist es ein absoluter Traumberuf“, sagt die inzwischen 50-Jährige im Gespräch mit der NWZ . Und in Petersdorf mit der kleinen schnuckeligen Grundschule fühlt sie sich ganz besonders wohl, was – natürlich – auch an den vielen überaus braven Kindern liegt.