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Menschen des Jahres NWZ Friesoythe zeichnet fünf Vorbilder aus

Ehrung der Menschen des Jahres 2020 und 2021 (von links): Maria Hömmen, NWZ-Chefredakteur Ulrich Schönborn, Stephan Hinrichs, Stefan Stavermann, NWZ-Redaktionsleiter Carsten Bickschlag, Bianka Stavermann, Stefan Awick, Vorstand der Volksbank Barßel-Bösel-Friesoythe, und Uwe Bültjer.

Ehrung der Menschen des Jahres 2020 und 2021 (von links): Maria Hömmen, NWZ-Chefredakteur Ulrich Schönborn, Stephan Hinrichs, Stefan Stavermann, NWZ-Redaktionsleiter Carsten Bickschlag, Bianka Stavermann, Stefan Awick, Vorstand der Volksbank Barßel-Bösel-Friesoythe, und Uwe Bültjer.

Piet Meyer

Friesoythe - Es gibt sie noch, die Menschen, die sich für andere einsetzen, die das Wohl anderer über das eigene stellen. In der gemeinsamen Aktion „Menschen des Jahres“ der Nordwest-Zeitung und der Volksbank Barßel-Bösel-Friesoythe werden solche Personen ausgezeichnet. Für die Jahre 2020/2021 wurden im Rahmen des NWZ-Frühjahrsempfangs am Samstag in der Friesoyther Wassermühle fünf Vorbilder für ihre Verdienste geehrt. Hier die Preisträger.

2020: Paar Stavermann

Erstmals wird bei der NWZ-Aktion „Mensch des Jahres“ eine Ehepaar ausgezeichnet. Bianka und Stefan Stavermann aus Strücklingen hätten diese Auszeichnung sicherlich auch jeder für sich verdient gehabt. Doch sie wurden nun einmal als Paar vorgeschlagen und von der Jury als Paar ausgewählt. Eine gute Entscheidung, denn wie die beiden betonen, funktioniere ihr ehrenamtliches Engagement nur, weil sie sich so gut ergänzen würden.

Alle Menschen des Jahres im Überblick

Seit 2004 zeichnet die NWZ Menschen des Jahres aus, jeweils eine Frau und ein Mann. Hier der Überblick:

2004 Else Pooschke (Sedelsberg) und Andre Westerkamp (Lohe)2005 Gerda Stratmann (Friesoythe) und Dieter Perk (Thüle)2006 Regina Bunger (Friesoythe) und Andreas Schrand (Gehlenberg)2007 Gerda Spieker (Friesoythe) und Manfred Stiegeler (Reekenfeld)2008 Karin Muchau (Barßel) und Otger Eismann (Friesoythe)2009 Mechthild Preut (Barßel) und Norbert Bögershausen (Friesoythe)2010 Petra Oltmann (Bösel) und Wolfgang Letzel (Friesoythe)2011 Gertrud Herzog (Harkebrügge) und Georg Pugge (Scharrel)2012 Elisabeth Fredeweß (Friesoythe) und Hans Meyer (Gehlenberg)2013 Anne Rieken (Friesoythe) und Stefan Vocks (Scharrel)2014 Lea-Marie Bruns (Sedelsberg) sowie Heinz Pohlabeln und Heinrich Kramer (Gehlenberg)2015 Elisabeth Meyer (Bösel) und Johannes Geesen (Barßel)2016 Carola Reiners (Friesoythe) und Johannes Wernke (Harkebrügge)2017 Renate Hagel (Barßel) und Friedel Reiners (Neuvrees)2018 Gretchen Grosser (Ramsloh) und Gerhard Bolten (Friesoythe)2019 Helene Elsen (Barßel) und Bernhard Meyer (Bösel)2020 Bianka und Stefan Stavermann (Strücklingen) und Stephan Hinrichs (Markhausen)2021 Maria Hömmen (Altenoythe) und Uwe Bültjer (Ostrhauderfehn)

Bianka Stavermann (45) arbeitet zum Beispiel im Vorstand der Chores Cäcilia Strücklingen mit, ist im Leitungsteam der Bücherei, übernimmt Lektorendienst in der Kirche St. Georg und begleitet Kinder auf ihrem Weg in den Ministrantendienst. Außerdem ist die Grundschullehrerin in der Kolpingfamilie Strücklingen im Vorstand aktiv. Stefan Stavermann (46) leistet unter anderem Vorstandsarbeit im Förderverein St. Georg und ist Mitglied im Pfarreirat St. Jakobus. Außerdem betreut der Maschinenbaumeister die älteren Messdiener und unterstützt die Sternsingeraktion. Auch er ist in der Kolpingfamilie sehr aktiv. „Das alles macht uns sehr viel Spaß“, sagen die beiden.

2020: Stephan Hinrichs

„Stephan, kannst du mal eben...?“ Jeder, der Stephan Hinrichs kennt weiß, wie die Antwort lautet: „Ja, kann ich.“ Der Mann aus Markhausen zögert nicht lange, wenn seine Hilfe gebraucht wird. Aber der 74-Jährige engagiert sich nicht nur, wenn er gefragt wird. Er bringt sich auch selbst aktiv in das gesellschaftliche Leben des Dorfes und darüber hinaus ein – und das schon seit Jahrzehnten. „Ich bin ein offener Mensch und helfe gerne“, sagt er kurz und knapp.

Weniger kurz und knapp ist die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten. So war er ab 1973 45 Jahre lang im Kirchenausschuss Markhausen und später St. Marien Friesoythe tätig. Er wohnt in direkter Nachbarschaft zur St.-Johannes-Kirche, kümmert sich dort um die Außenanlagen, hilft bei kleinen handwerklichen Tätigkeiten in allen kirchlichen Gebäuden. Und seitdem das Pfarrhaus im Ort unbewohnt ist, ist das Haus Hinrichs für die Gläubigen ohnehin die erste Anlaufstelle. Die Aufzählung ließe sich problemlos weiterführen. Warum er das alles macht? „Unser Dorf muss unbedingt lebendig bleiben“, sagt der Markhauser.

2021: Maria Hömmen

Welch ein irrealer Gedanke, mit gerade einmal 50 Jahren die Leitung einer Seniorengemeinschaft zu übernehmen. Das schoss Maria Hömmen (80) als erstes durch den Kopf, als sie 1991 von Henriette Wreesmann gefragt wurde, ob sie sich um die Seniorengemeinschaft St. Vitus Altenoythe kümmern könne.

Ganz ungelegen kam diese Anfrage aber nicht, denn nachdem ihr Mann sehr früh verstorben war, wollte sich die zweifache Mutter und Lehrerin ohnehin im sozialen Bereich etwas aufbauen. Sie sagte „mit ganzem Herzen“ zu. Es folgten 30 Jahre vollstes Engagement für die Seniorinnen und Senioren.

Wenn Maria Hömmen über die vergangenen drei Jahrzehnte der Seniorengemeinschaft spricht, fällt auf, dass sie niemals „ich“, sondern immer „wir“ sagt. „Ohne ein Team geht es nun einmal nicht“, sagt Hömmen. In den letzten 30 Jahren war Maria Hömmen aber dennoch die zentrale Person, die die Gruppe der Senioren zusammenhielt.

2021: Uwe Bültjer

Manchmal sind es Zufälle, die ein Schicksal bestimmen und Menschen zu Helden werden lassen. So war es auch am 21. März 2021, als Uwe Bültjer zum Lebensretter wurde und einen vierjährigen Jungen vor dem Tod bewahrte. Es war um die Mittagszeit, als der damals 37-jährige Ramsloher gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Kerstin Janßen auf der Eschstraße in Ramsloh unterwegs war. Der Weg führt parallel zur Sagter Ems. Es war reiner Zufall, dass Uwe Bültjer kurz in den Rückspiegel sah und einen verzweifelten Jungen entdeckte. Sie stoppten, der Junge erzählte aufgeregt, dass ein Junge ins Wasser gefallen sei. Und tatsächlich, Bültjer entdeckt in der Sagter Ems einen leblosen kleinen Körper treiben. Geistesgegenwärtig rennt er los, springt in den Fluss, der an dieser Stelle recht breit und tief ist. „Seine Lippen waren schon blau und er hatte einen glasigen Blick“, erinnert sich der heute 38-Jährige. Er schafft es, den Jungen an Land zu ziehen. Allen vor Ort war sofort klar: Hätte Uwe Bültjer nicht sofort reagiert, der Junge wäre mit der starken Strömung davongetrieben und ertrunken.

Carsten Bickschlag
Carsten Bickschlag Redaktion Münsterland (Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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