Molbergen/Peheim/Varrelbusch - Regelmäßig dürfen die Verantwortlichen für den Blutspendedienst der DRK-Ortsgruppe Molbergen Spender mit einem Präsent, einem Wertgutschein und einer Urkunde ehren, die zum 50., 75., 100. oder gar zum 150. Mal ihr Blut spendeten. Bei den diesjährigen Frühjahrsterminen in Molbergen und Peheim feierten Gerd Willenborg und Elisabeth Thien mit der 75. Spende genauso ein Jubiläum wie Thomas Abeln, der zum 50. Mal zur Ader gelassen wurde.

Die DRK-Bereitschaft Molbergen bietet jährlich zwei Blutspendetermine in Peheim an. Zum jetzigen Frühjahrstermin erschienen 67 Spender. Unter ihnen war ein Neuling. In Molbergen – hier werden jährlich fünf Termine angeboten – erschienen dieses Mal gleich 183 Personen, von denen sieben zum ersten Mal dabei waren.

Rund 40 Mitglieder hat die DRK-Ortsgruppe Molbergen. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich“, erzählt Laura Völkerding, neue Leiterin der Molberger DRK-Bereitschaft, die vor wenigen Wochen den langjährigen DRK-Leiter Martin Tabeling ablöste. Zehn bis zwölf Mitglieder sind nötig, um einen Blutspendetermin zu organisieren. „Unsere Ortsgruppe bietet elf Termine im Jahr an: vier in Varrelbusch, fünf in Molbergen und zwei in Peheim. Ein Erstspender muss 18 Jahre und darf höchstens 68 Jahre alt sein, Wiederholungsspender dürfen zwischen 18 und 72 Jahre sein. Männer können sechsmal und Frauen viermal im Jahr spenden“, informiert Ignatz Niehaus, der Beauftragte für das Blutspenden. „Einige Blutspender kommen auch von auswärts zu uns, weil wir sie verwöhnen“, scherzt Niehaus – und meint das leckere Essen.

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für regelmäßige Spender sei die Tatsache, dass jeder, dessen Blut größere Abweichungen aufweise, eine Nachricht erhalte, so dass er schnell über eventuelle Erkrankungen informiert werde, weiß Christina Niehaus, die regelmäßig Vater Ignatz unterstützt. Bevor aber jemand sein Blut spenden darf, sind einige Vorbereitungen erforderlich. So werden zunächst die Ausweise der Spender kontrolliert und registriert, und der obligatorischen Fragebogen mit rund 40 Fragen zum allgemeinen Befinden und zum Gesundheitszustand muss ausgefüllt werden. Die eigentliche Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten.

„Es geht beim Blutspenden darum, Menschenleben zu retten – nicht mit Geld, sondern mit persönlichem Einsatz“, erinnern die DRK-Mitarbeiter. Gerade jetzt in Corona-Zeiten sei es lebenswichtig, dass in den Kliniken genügend Blutkonserven vorhanden seien.

Auch in den nächsten Wochen werden die Molberger Rotkreuzler unter den gegebenen Sicherheitsvorkehrungen weitere Blutspendetermine anbieten. Sie hoffen, dass weiterhin der Zuspruch und das Engagement bei den Bürgern vorhanden sind.