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NWZonline.de Region Cloppenburg

Selbsthilfe-Projekt In Molbergen: Sozialer Treffpunkt „Nahtstelle“ ab März am Start

18.02.2019

Molbergen „Als Mutter von zwei Jungen merke ich täglich, dass an der Kleidung der Kinder oder auch an meiner etwas repariert oder geändert werden muss. Mal ist eine Hose zu lang, mal geht ein Reißverschluss kaputt oder ein Gummiband reißt“, erzählt Natalie Heinke aus dem Molberger Ortsteil Ermke. Mit ihrem Projekt „Nahtstelle“ möchte die angehende Schneidermeisterin eine Anlaufstelle schaffen, in der Menschen – ob Jung oder Alt, Mann oder Frau – in einer Gruppe unter fachlicher Anleitung solche kleinen Reparaturen vornehmen können oder sogar lernen, wie man es am besten macht.

„Ich habe im Zuge meiner hauswirtschaftlichen Meisterprüfung dieses Projekt ,Nahtstelle’ entwickelt. Denn mein Hauptinteresse liegt auf dem Nähen und Schneidern. Die Meisterprüfung absolviere ich im Rahmen meiner mehrjährigen Meisterausbildung bei der VHS Cloppenburg unter Leitung von Wilma Wörder in Form der Abendschule. Das Arbeitsprojekt ,Nahtstelle’ ist der praktische Teil der hauswirtschaftlichen Meisterprüfung“, informiert Heinke. „Nahtstelle“ richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von sozialer, ethnischer oder religiöser Herkunft. Man trifft sich immer dienstags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 12 Uhr im katholischen Pfarrheim in Molbergen – zunächst vom 5. März bis zum 26. Juni.

Nähmaschinen und Kurzwaren (wie Gummiband, Stopfgarn, Nähgarn etc.) sind vorhanden. Spezielle Kurzwaren wie ggf. Reißverschlüsse oder individuelle Knöpfe müssen die Teilnehmer selbst zusammen mit der zu ändernden oder reparaturbedürftigen Kleidung mitbringen.

Pfarrer Uwe Börner begrüßt die Initiative, in die auch die Kindergärten und der Kleiderladen Molbergen des Deutschen Roten Kreuzes einbezogen worden sind. „Hier können sich Menschen zwanglos treffen, wann immer sie Zeit und Lust haben. Sie sind nicht zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet. Sie können miteinander klönen, ihre Sachen reparieren, sich gegenseitig helfen. Viele Sachen lernt man in der Schule oder von Mutter gar nicht mehr“, so Börner. Denn in der „Nahtstelle“ soll Handwerk, kleines Budget und Kommunikation untereinander vereint werden. Es soll ein Austausch zwischen den sozialen, ethnischen und religiösen Gruppen stattfinden. Für die Arbeiten und das Material wird kein direkter Preis erhoben, mittels einer Spendendose wird jedoch die Möglichkeit gegeben, je nach persönlichem Bedarf die geleistete Arbeit zu entlohnen.

Das Projekt „Nahtstelle“ findet statt als pastorales Projekt des Bischöflich Münsterschen Offizialats (BMO) Vechta. Der Fördertopf „guteIdee“ des BMO fördert pastorale Projekte in den katholischen Kirchengemeinden. Ein Vergabeausschuss gibt die monetären Mittel frei.

„Ich habe mich um eine solche Förderung beworben und eine Zusage vom BMO Vechta in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Molbergen als Träger des Projekts ,Nahtstelle’ bekommen. Die Kindergärten und der ortsansässige DRK-Kleiderladen können dieses Angebot ebenfalls nutzen und Reparaturarbeiten erledigen lassen. Hier besteht der Nutzen darin, dass die instand gesetzten Textilien weiterhin genutzt oder im DRK-Kleiderladen als einwandfreie Ware verkauft werden können und so im Sinne der Nachhaltigkeit auch einen ökologischen Beitrag leisten“, so Heinke.

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