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Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn Hier kann jetzt jeder Schleusenwärter sein

Sie freuen sich über das neue Schleusenmodell im Moor- und Fehnmuseum (von links): Henning Schünemann, Michael Sope, Egon Buss, Peter Hoppe, Antje Hoffmann, Marius Oltmanns, Hans Eveslage und Felicitas Sieweck.

Sie freuen sich über das neue Schleusenmodell im Moor- und Fehnmuseum (von links): Henning Schünemann, Michael Sope, Egon Buss, Peter Hoppe, Antje Hoffmann, Marius Oltmanns, Hans Eveslage und Felicitas Sieweck.

Heiner Elsen

Elisabethfehn - Wie funktioniert eigentlich eine Schleuse? Wie viel Höhenunterschied bewältigt sie? Und wie kann man sie selbst betätigen? Diese Fragen können die Besucherinnen und Besucher des Moor- und Fehnmusuem Elisabethfehn ab Juni selbst beantworten. In der Einrichtung wurde jetzt ganz im Sinne der Museumspädagogik ein Schleusenmodell aus Metall errichtet, in dem jedem Gast die Schleusung an sich anschaulich erklärt wird und jeder sie selbst ausprobieren kann.

BI hilft mit

Möglich gemacht hat dieses Projekt die Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Elisabethfehnkanal“, die sich zurzeit in der Auflösung befindet. Der Verein hat nämlich sein Ziel erreicht: Durch den Neubau der Schleuse Osterhausen ist die durchgängige Schiffbarkeit des Kanals gesichert. In Sichtweite der Schleuse in Elisabethfehn-Dreibrücken kann jetzt durch das neue Modell jeder Gast selbst die Schleusentore öffnen und mit einer Pumpe den Wasserstand verändern. „Dazu haben wir die Originalpläne der Schleuse Osterhausen als Vorlage benutzt. Wir freuen uns sehr über das neue Modell. Es ist ein herausragendes Projekt, um den Schleusenvorgang zu vermitteln“, sagt Museumsleiterin Antje Hoffmann.

Die neue Anlage, die ungefähr so groß ist wie zwei aneinander geschraubte Badewannen, wurde beim Metallbauunternehmen Oltmann ins Barßel erstellt. „Ungefähr ein Jahr mit Planung hat der Bau gedauert“, berichtet Peter Hoppe vom Unternehmen. „Wir wollten als Verein etwas Festes hinterlassen. So kamen wir auf die Idee, mit einem Modell einen guten Beitrag für die Wissensvermittlung zu leisten“, sagte Henning Schünemann von der BI. Rund 13.000 Euro hat die Errichtung des Modells gekostet. Dabei werden 50 Prozent der Kosten durch Fördermittel der LEADER-Region Fehngebiet übernommen. Weitere 3000 Euro steuert die Gemeinde Barßel bei, 2000 Euro kommen von Metallbau Oltmanns. „Es fehlen noch ein paar Schilder zur korrekten Benutzung und eine Holzverschalung“, fügt Museumschefin Hoffmann hinzu. Das passende, maßstabsgetreue, aber vereinfachte Modell eines Muttschiffs hat aber schon einen Platz in dem Modell gefunden.

Und was passiert jetzt eigentlich in einer Schleuse? Mit Hilfe so eines Bauwerks lassen sich im Elisabethfehnkanal die Höhenunterschiede überwinden. „Was viele nicht wissen: Vom Küstenkanal bis zum Ende hinter der Schleuse Osterhausen überwindet der Kanal fünf Meter Gefälle“, erklärt Kapitän Egon Buß aus Elisabethfehn. In einer Schleuse fährt ein Schiff in die Schleusenkammer ein, die Tore schließen sich, und dann wird die Kammer entweder gefüllt oder geleert – ja nach Fahrtrichtung. „Da musste auch beim Bau des Modells viel Hinrschmalz eingebracht werden, damit auch alles genauso funktioniert wie an der echten Schleuse“, so Hoffmann.

Platz soll noch wechseln

Langfristig soll das Modell dann noch mit einer elektrischen Pumpe ausgestattet werden und den Standort wechseln. Denn im Moor- und Fehnmusuem wird zurzeit auch noch eine echte Schleuse gebaut – aus den alten Teilen der Schleuse Osterhausen. Daneben soll später dann auch das Modell Platz finden.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland
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