Schillig - Bereits zum 23. Mal hat die Multiple-Sklerose-Kontaktgruppe des Landkreises Cloppenburg jetzt ihre Familienfreizeit an der Nordseeküste in Schillig verbracht. Diesmal waren 30 Mitglieder dabei, einige hatten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können. „Das Wetter war, wie immer, spitze“, so die Vorsitzende Renate Deters nach der Rückkehr.
Da sich bei einigen Betroffenen der Gesundheitszustand verschlechtert hatte, war die Gruppe erneut auf Fachpersonal angewiesen. Finanziert wurde das Projekt durch einen Eigenanteil und die Unterstützung des Vereins für Breitensport (ehemals Kneipp-Verein) Cloppenburg, der Bediensteten des Landkreises Cloppenburg und weitere Spender. Von den Krankenkassen erhielt die Gruppe Geld für Hilfsmittel. Das Deutsche Rote Kreuz sorgte wieder fürsorglich für die Hin- und Rückfahrt einiger Teilnehmer. „Für viele bedeutet diese Freizeitmaßnahme das einzige Heraustreten aus dem üblichen Alltag im Jahreslauf“, so Deters.
Die Freizeit-Teilnehmer waren im DRK-Nordsee-Kurheim in behindertengerechten Räumlichkeiten untergebracht. Gerne wurde das Schwimmbad genutzt. Fast täglich gehörten Deich- und Wattwanderungen sowie die Besuche in den Orten Schillig, wo ein großes Drachenfest veranstaltet worden war, und Horumersiel zum Programm. Erkundungen der Umgebung sorgten für Erholung und Abwechslung. Viele MS-Patienten nahmen auch an der Stuhlgymnastik teil. Außerdem hielt Polizeihauptkommissar Heiner Kressmann von der PI Cloppenburg/Vechta einen Vortrag zu dem Thema „Einbruchs-, Betrugs- und Überfallschutz“.
Abends wurden Gesellschaftsspiele gespielt. Elmar Dubber hatte auch diesmal wieder eine tolle Bingo-Veranstaltung vorbereitet. Ein besonderes Lob galt wieder einmal dem Koch und dessen Küchenpersonal. „Diese Mannschaft verwöhnt uns immer wieder mit leckeren Speisen. So verging die Zeit wie im Fluge“, sagte Deters.
Erholt und um viele Erlebnisse reicher, kehrte die MS-Kontaktgruppe mit ihren Betreuern und Familienangehörigen nach Hause zurück. Auch im kommenden Jahr soll es wieder für vier Tage nach Schillig gehen.
