Staatsforsten - Die Ehrenamtlichen der Museumseisenbahn Cloppenburg-Friesoythe haben wieder Mut und Zuversicht geschöpft. Nachdem Unbekannte Ende Januar den in der Staatsforstener Ortsmitte stehenden historischen Zug zerstört hatten, rollte nun eine Welle der Hilfsbereitschaft – auch finanzieller Art – auf die gebeutelten Bahner zu.
Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Scholz hatte in einer ersten Schätzung den Schaden – zerschlagene Scheiben, Sitzbänke und Toilette beschädigt und verschmutzt, Bodenbelag herausgerissen, Beleuchtung beschädigt, ein völlig zerstörter Glastresen – auf 7000 bis 8000 Euro beziffert: Es war nicht das erste Mal, dass die Bahner von Vandalismus empfindlich getroffen wurden. Doch diesmal war es ein so herber Schlag, dass einige Vereinsmitglieder überlegten, aufzugeben.
Doch dann das: „Das Unternehmen Stefen Gleisbau aus Oldenburg hat sofort auf den Presseartikel in der Nordwest-Zeitung reagiert und uns Unterstützung zugesagt“, freut sich der Pressewart der Museumseisenbahn, Karl-Heinz Böhmer. Was das konkret heißt, davon konnten sich die Bahner am Mittwochmorgen bei einem Ortstermin am kaputten Zug überzeugen: Der geschäftsführende Gesellschafter von Stefen, Frank Hullmeine, und Prokurist Arno Buß, hatten einen Spendenscheck über 2500 Euro mitgebracht. „Wir wollten schnell reagieren und ein Zeichen setzen, damit sich viele animiert fühlen, das Gleiche zu tun“, erklärte Hullmeine. „Einmal Eisenbahner, immer Eisenbahner“, ergänzte Prokurist Buß – Schienen und Züge spielen also wohl nicht nur in seinem Berufsleben eine wichtige Rolle.
Nach der Veröffentlichung des NWZ-Artikels im Internet meldeten sich zudem nicht nur Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland: So spendete eine Privatperson aus Bayern 500 Euro, dazu kommen noch etliche Spender aus der Stadt Cloppenburg und aus dem ganzen Oldenburger Land, die teilweise namentlich nicht genannt werden wollen. Außerdem wollen die Genossenschaftsbanken im Kreis Cloppenburg 1000 Euro spenden, wie sie bereits auf Facebook ankündigten.
„Wir machen weiter“, gibt sich Museumsbahnchef Karl-Heinz Scholz nun wieder kämpferisch: Die Scherben sind beseitigt, und Holzplatten ersetzen die zerstörten Scheiben. Ein Anfang nach der ermutigenden Reaktion aus der Bevölkerung.
