Die Big Band Bösel macht immer wieder Furore auch außerhalb des Gemeindegebietes: Mehr als 1000 begeisterte Fans haben am Wochenende in der Aula des Hümmling-Gymnasiums in Sögel die Big Band Bösel frenetisch gefeiert. Seit genau zehn Jahren gehört der Auftritt in der Hümmling-Metropole zum Jahresrepertoire der Musiker aus dem Nachbarkreis, die mittlerweile im Emsland viele Freunde gefunden haben. Nur ein paar Plätze blieben unbesetzt, weil zwei Familien aus Twist und Papenburg ihre reservierten Karten verfallen ließen. Sie befürchteten für die Rückfahrt Glatteis. Alle anderen Klapp-Sessel im Auditorium waren besetzt. „Eine solche Resonanz hatten wir hier noch nie“, freute sich Geschäftsführer Erwin Höffmann, der dann notgedrungen in der nicht so beliebten ersten Reihe Platz nehmen musste. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Zuschauern, die aus Lindern oder Lastrup oder sogar aus Cloppenburg nach Sögel reisen, statt

die Big-Band-Gala-Abende in Cloppenburg zu verfolgen. Einige ließen sich beide Termine nicht entgehen. Die Big Band tat alles für einen gelungenen Abend. Dirigent und Conferencier Oliver Thoben, mittlerweile in Lingen als Gymnasiallehrer tätig, war gut aufgelegt und führte das Publikum humorvoll und mit Details über die gebotenen Titel durchs Programm. Es blieb trotz der Fülle des Programm viel Platz für solistische Bravourstücke. So wie Jan-Malte Arends mit seinem Saxophon glänzten Lukas Sluiter und Daniel Arends an der Trompete. Posaunist Dirk Brunnberg erhält mehrmals Solo-Applaus. Markus Norrenbrock bot Kurzweil mit der kleinen Combo aus zwei Posaunen, Contrabass und Orgel. „Pennsylvania 6-5000“ sollte die Big Band auf die bevorstehende USA-Konzertreise in den Osterferien einstimmen. Aber auch „New York, New York“, stimmlich gefühlvoll interpretiert von Meike Flemming und der überzeugenden Sarah

Schnier, zeigte, dass im Glenn-Miller-Sound die Stärken der Band liegen. „Wir kommen im nächsten Jahr wieder“, versprach die Band den begeisterten Fans.

Mit der Politik der CDU/FDP-Landesregierung hat Garrelt Duin, SPD-Landes- und Bezirksvorsitzender, beim Unterbezirksparteitag in der „Alten Wassermühle“ in Friesoythe abgerechnet. Zugleich machte er den Genossen Mut für die kommende Kommunalwahl. „Die SPD hat im Bundestagswahlkampf Außerordentliches geleistet“, so Duin. Ziel sei es, handlungsfähige Kommunen zu haben, so Duin. „Man muss etwas gestalten können. Sonst sind auch keine Ehrenamtlichen für die Politiker zu gewinnen.“ Ein kräftiges „Glück auf“ gab es auch von der Unterbezirksvorsitzende Vechta, Christina Stuntebeck, zu hören. Sie hatte eine Flasche Sekt für die Gastgeber mitgebracht. Die Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg regte für den kommenden Wahlkampf weitere „Siedlungsbesuche“ im Sommer an. „Ich habe bei den Rundgängen durch Wohngebiete nur gute Erfahrungen gemacht“, sagte sie. Die Leute

seien erstaunt und erfreut zugleich, sie könnten ihre Fragen und ihre Kritik direkt loswerden.

Die Kollegen der BBS Friesoythe aus der Fahrzeugtechnik freuen sich über einen von Ford gesponserten Mondeo, der den Ansprüchen an eine moderne Ausbildung der Kfz-Mechatroniker genügen soll. Mit Beginn des Schuljahres 2005/06 hatte der Diplomingenieur Jürgen Heidkamp aus Bösel von den Ford-Werken für eine begrenzte Zeit eine Lehrtätigkeit an der BBS Friesoythe aufgenommen. Er vermittelt sein Fachwissen an die Auszubildenden bei den Kfz-Mechatronikern und hilft auch bei der Erweiterung der technischen Ausstattung in den Werkstätten der Fahrzeugtechnik an der BBS-Friesoythe. Carsten Bartels, zuständig für die Kfz-Abteilung der BBS, holte das Fahrzeug persönlich von den Fordwerken in Köln ab. Ein letztes Mal wurde das Auto damit auf der öffentlichen Straßen bewegt. Das Fahrzeug ist zwar voll funktionsfähig, aber nur für Ausbildungszwecke vorgesehen. Der Wagen ist mit einem 2,0 Liter Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung

ausgestattet. Den Auszubildenden stehen jetzt somit zwei Fahrzeuge zur Verfügung, an denen nahezu alle praxisorientierten Arbeiten einer Fachwerkstatt an modernen Fahrzeugen ausgeführt werden können. Neben dem Mondeo können die Auszubildenden ebenso auf einen VW Polo des Autohauses Jannink und einer ebenfalls von Ford gelieferten Motorenpalette zurückgreifen, um mit Diagnoseeinrichtungen Fehler zu analysieren und um die Motoren optimal einzustellen. Mit Unterstützung der Fachpraxislehrer kann an der Mechanik der Fahrzeuge montiert und demontiert werden. Die Auszubildenden können aber auch den Fahrzeugservice und die Fahrzeugpflege an den Autos und Motoren erproben.

Das, so die über das Geschenk erfreute Schule, „beispielhafte Sponsoring durch Unternehmen der freien Wirtschaft“ helfe der Berufsbildenden Schule, den Anforderungen an eine zeitgemäße und moderne Ausbildung gerecht zu werden.