Cloppenburg - Die nächste Möglichkeit auf ein städtisches Baugrundstück gibt es für Bauwillige in Cloppenburg im Gebiet zwischen Herzog-Erich-Ring, Kessener Weg, Ziegelhofstraße und Freesienstraße. Insgesamt 130 Bauplätze sollen dort nach und nach erschlossen werden, kündigen die Stadtplaner Hans-Jürgen Koopmann und Joseph Poll an.
Der Bebauungsplan soll voraussichtlich am 26. Januar im städtischen Planungsausschuss beraten und als Satzungsbeschluss zum Beschluss empfohlen werden. Dann fehlt noch der formale Ratsbeschluss, um den Bebauungsplan bekannt zu machen. Dieser könnte im März oder Februar erfolgen. Der Flächennutzungsplan ist schon vom Landkreis genehmigt.
Unterschiedlicher Zuschnitt
Die Grundstücke sollen zwischen 550 und 900 Quadratmeter groß sein. Außerdem seien einigen Reihenhäuser in dem Gebiet geplant. Vorgesehen ist außerdem, dass 20 Prozent der Flächen für den sozialen Wohnungsbau verkauft werden müssen. Ebenfalls wurde Wert auf Grünzonen gelegt, die auch Verbindungen zu den bestehenden Baugebieten haben.
Die nachgefragten Größen der Grundstücke haben sich verändert, beobachten die Planer Joseph Poll und Hans-Jürgen Koopmann. Wurden früher wenige Grundstücke unter 600 Quadratmeter verkauft, sind nun die Flächen um die 1000 Quadratmeter selten. „Das können wir uns auch gar nicht mehr leisten. Die Nachfrage ist entsprechend gar nicht da, außerdem wollen wir möglichst vielen Menschen ein Grundstück anbieten“, sagt Koopmann. Die meisten Menschen seien froh, überhaupt ein Grundstück zu ergattern, ergänzt Poll.
Das jüngste Baugebiet datiert aus 2019 und ist im Ortsteil Stapelfeld/Vahren. 399 Personen hatten sich auf die 16 Plätze beworben, von denen fünf an die insgesamt 26 Ortschaftsbewerber gingen. Das Verfahren in Cloppenburg sieht vor, dass ausgelost wird. Dabei wurden 70 Prozent der Bauplätze an Personen vergeben, die keinen Bezug zur Ortschaft haben. 30 Prozent der Flächen wurden an Bewerberinnen oder Bewerber vergeben, die einen sozialen (seit drei Jahren aktiv in einem Verein des Ortsteiles) oder familiären (wenn sie und ihre Familie im Ortsteil wohnen) Bezug haben.
Noch keine Bewerbung
Die Bewerbungen für das Baugebiet Herzog-Erich-Ring/Freesienstraße sind noch nicht möglich. Die Stadt informiert, wenn die Bewerberlisten offen sind. Die städtischen Planer rechnen damit, dass die Erschließung des Gebietes noch etwa sieben Monate dauert, wenn die Ausschreibungen dafür erfolgt sind. Mit ganz viel Glück könnte das Gebiet noch bis Ende des Jahres erschlossen werden, ein Verkauf könnte dann 2024 erfolgen.
Im Gebiet in Emstekerfeld an der Efeustraße ist man aufgrund von fehlenden Flächen noch nicht so weit. Hier könnten die weiteren Planungen aber auch in absehbarer Zeit weiter voranschreiten, hoffen die Planer.
