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Neubau am St.-Marien-Hospital Adipositas-Station am Friesoyther Krankenhaus soll in sechs Monaten fertig sein

Im zweiten Obergeschoss sich die Bauarbeiten für die Adipositas-Station schon fortgeschritten. Geschäftsführer Bernd Wessels rechnet damit, dass die speziell ausgelegten Zimmer Ende August oder Anfang September bezugsbereit sind.

Im zweiten Obergeschoss sich die Bauarbeiten für die Adipositas-Station schon fortgeschritten. Geschäftsführer Bernd Wessels rechnet damit, dass die speziell ausgelegten Zimmer Ende August oder Anfang September bezugsbereit sind.

Eva Dahlmann-Aulike

Friesoythe - In Riesenschritten geht es am Neubau des St.-Marien-Hospitals Friesoythe voran. In acht Wochen soll die Technik laufen, die gerade im hallenhohen Keller angeschlossenen wird. Heizung, Lüftung, Elektrik, Kabelbäume – alles kommt in sehr großen Einheiten. Weitere große Teile der Technik stehen auf dem Dach, zum Beispiel große Rückkühler für die Wärmepumpe.

Teilsanierung

„Das Ziel ist, das zweite Obergeschoss Ende August oder Anfang September zu beziehen“, sagt Krankengeschäftsführer Bernd Wessels. Dort entsteht eine Station für Patienten der Chirurgie und teilweise auch für die Innere Medizin.

Zimmer und Bäder werden ausgelegt sein für die schwer übergewichtigen Patienten, die Chefarzt Dr. Ralf Weise im Adipositas-Zentrum behandelt. So wird es zum Beispiel Schwerlastlifte geben, mit denen die Patienten bewegt werden können. Auf der Station sind schon alle Fenster eingebaut, die Trockenbauwände eingezogen, die Verputzer haben losgelegt. „Nach Ostern kommt der Estrich“, sagt Wessels. Überall arbeiten derzeit verschiedene Gewerke – Zentralheizungs- und Lüftungstechniker, Trockenbauer, Elektriker, Maurer. „Ich bin froh, dass wir so viele Firmen aus der Region haben“, sagt Wessels.

Stromversorgung sichern

Das St.-Marien-Stift Friesoythe hat im vergangenen Jahr das Wohnhaus Soestenweg 2 gekauft. Der Garten wurde bereits geräumt, um ein neues Notstromaggregat aufzustellen. Dieses ersetzt ein über 40 Jahre altes Aggregat, dass die Stromversorgung des Krankenhauses gesichert hat. Doch die Technik, vor allem die Schalttechnik war veraltet. Um das Aggregat vorschriftsmäßig einmal im Monat anwerfen zu können, musste das gesamte Krankenhaus vom Netz genommen werden. Das wurde spätabends gemacht.

Vorm Netzversorger hat das Krankenhaus nun zwei voneinander unabhängige Stromleitungen bekommen. Dazu kommt das neue Notstromaggregat, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit getestet werden kann, sowie eine Speicherbatterie, die kritische Teile des Krankenhauses unterbrechungsfrei mit Strom versorgt. Das sei eine normale Absicherung, berichtet Geschäftsführer Bernd Wessels. 500 000 Euro inklusive Planung und Anschluss habe das neue Aggregat gekostet.

Als nächstes soll das Wohnhaus Soestenweg 2 abgerissen werden. Das Gelände wird dem Parkplatz zugeschlagen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll ein abschließbarer Fahrradschuppen gebaut werden, damit sie auch mit hochwertigen Rädern zur Arbeit kommen können.

Das erste Obergeschoss wird etwa vier Wochen später ebenso weit sein. Ende September bis Anfang Oktober sollen dort die Patienten der Geriatrie und der Inneren Medizin einziehen. Dann habe das St.-Marien-Hospital wieder ausreichend Bettenplätze. Daran fehle es im Moment. Deutlich aufwendiger wird es, den neuen OP im Erdgeschoss einzurichten, denn schließlich muss hier sehr viel mehr Technik verbaut werden. Planmäßig soll er Ostern 2025 bezugsfertig sein.

Parallel werden im Herbst bereits die künftigen Räume der Intensivstation mit elf Betten entkernt, die Ende 2025 fertig sein soll. Und wenn der neue OP in Betrieb genommen worden ist, können deren alten Räume für die Endoskopie umgebaut werden. Diese soll Ende 2026 einziehen können. Und dann? „Es muss noch einiges gemacht werden“, sagt Wessels, der sich derzeit nicht nur um den Neubau, sondern bereits um weitere förderfähige Verbesserungen kümmert. So habe sich die Möglichkeit ergeben, beim Land Niedersachsen eine energetische Teilsanierung fördern zu lassen. Die Dächer der Bestandsgebäude könnten dabei – zusätzlich zum Neubau – mit Photovoltaikanlagen belegt werden.

Energie sparen

„Krankenhäuser sind die größten Dreckschleudern Deutschlands“, sagt Wessels. Viele Gebäude seien alt, sie benötigten unglaublich viel Strom und Wärme. Das St.-Marien-Hospital ist da keine Ausnahme, es hat ebenfalls schlecht gedämmte Altbauten, zugige Treppenhäuser mit Bleiverglasung und überdimensionierte Heizungsrohre. „Wir wollen einen Beitrag dazu lasten, dass das weniger wird, aber dazu brauchen wir Fördergelder“, sagt Wessels. Dazu hat er immer auch die Reformen im Gesundheitswesen im Blick.

„Wir glauben an die Zukunft dieses Standortes, wir glauben, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt der Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
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