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Freiwillige Feuerwehr Cappeln Neubau soll nun an den Schierlingsdamm

Noch sitzt die Freiwillige Feuerwehr Cappeln am Markt neben dem Rathaus. Der Neubau soll am Schierlingsdamm errichtet werden.

Noch sitzt die Freiwillige Feuerwehr Cappeln am Markt neben dem Rathaus. Der Neubau soll am Schierlingsdamm errichtet werden.

Reiner Kramer

Cappeln - Der Rat der Gemeinde Cappeln muss einen neuen Beschluss zum Feuerwehrgerätehaus fassen. Hatte er im vergangenen Dezember beschlossen, dass der Neubau an der Macrostraße gebaut wird, hat sich im Laufe der weiteren Planung ein neuer Standort herauskristallisiert, der aber gleich um die Ecke liegt – nämlich am Schierlingsdamm. Wie am Montagabend im Planungs-, Umwelt- und Wegeausschuss deutlich wurde, favorisiert die Feuerwehr den neuen Standort. Auch der Ausschuss plädierte einstimmig dafür.

Die Anlieger

Jedoch erhoben die Anlieger ihre Stimme. Sie hätten nichts gegen ein neues Feuerwehrhaus. „Mein Vater war selbst Mitglied der Feuerwehr“, erklärte Christina Abeln (Gaststätte „Am Alten Bahnhof“) eingangs in der Bürgerfragestunde. Sie sprach auch stellvertretend für die Anwohner der benachbarten Wohnsiedlung. In einer Versammlung sei jedoch deutlich geworden, dass niemand den Bau des Feuerwehrhauses an der Macrostraße oder am Schierlingsdamm befürwortet. Sie befürchten, für den notwendigen Ausbau tief in die Tasche greifen zu müssen. Im Ausschuss wurde eine geschätzte Zahl von zwei Millionen Euro genannt. Abeln bezeichnete das Feuerwehrhaus als projektbezogenen Neubau. Deshalb müsse die Gemeinde die Kosten für den Ausbau des Schierlingsdamms tragen.

Die Verwaltung

Nach Aussagen der Verwaltung sieht die Straßenausbausatzung der Gemeinde Cappeln eine Reduzierung oder auch einen Erlass von Ausbaubeiträgen vor. Inwiefern die Anlieger später bei den Kosten im Boot seien, könne jetzt noch nicht gesagt werden. Die Kritik, dass die Anlieger zu spät über den neuen Standort informiert worden seien, wies die Gemeindeverwaltung zurück. Nachdem der Architekt kürzlich neue Varianten vorlegt habe, seien die Pläne zunächst der Feuerwehr und dem Rat vorgestellt worden und nun öffentlich im Fachausschuss. Das sei das normale Prozedere. Der Gemeinderat entscheidet am 17. Juni. Die Anlieger kritisierten die geringe Zeit bis zur Entscheidung.

Die Feuerwehr

Für den neuen Standort sprechen aus Sicht von Ortsbrandmeister Torsten Koopmeiners das Konzept, die Aufteilung und die Zuwegung am Schierlingsdamm. Ferner sei die Fläche in Richtung Bauhof „unendlich“ erweiterbar. Ein Übungsplatz könne dort realisiert werden. Die Feuerwehr rechnet irgendwann mit einer Erweiterung. Ein dreieckiges Grundstück an der Macrostraße lehne die Feuerwehr wie schon zuvor an der Sevelter Straße ab. Die Verwaltung ergänzte, dass die geplante Waschhalle auch für die Fahrzeuge vom Bauhof genutzt werden soll. Deshalb sei der neue Standort optimal. Die Anlieger fordern einen Lärmschutzwall.

Vorgesehen ist ein eingeschossiger Neubau mit sieben Fahrzeughallen, einer Waschhalle, Lager, Büro, Werkstatt, Bekleidungskammer, separaten Sanitäranlagen für Männer und Frauen, getrennten Bereichen für saubere und kontaminierte Einsatzkleidung sowie ein Raum für die Jugendfeuerwehr. Aktuell befindet sich das Feuerwehrgerätehaus neben dem Rathaus am Markt.

UWG und CDU

Daniel Willenborg (UWG) forderte für die weitere Planung am Schierlingsdamm mehr Transparenz und mehr Gespräche mit den Anwohnern. Die Kosten für den Straßenausbau mit Radweg, Entwässerung und Grunderwerb müssten möglichst genau benannt werden. Ein Lärmschutzwall sei ein Kompromiss für den neuen Standort. Zudem forderte die UWG, dass von den Anliegern keine Straßenausbaubeiträge erhoben werden. Für sie wäre das eine Doppelbelastung.

Ursula Niemeyer (CDU) zeigte sich überrascht, dass die Anlieger nicht früher über den neuen Standort informiert worden seien. Dass sie nun misstrauisch seien, sei nachvollziehbar. Dem Rat seien die Pläne am 15. Mai vorgestellt worden. Ihre Fraktion unterstütze die Variante, die auch die Feuerwehr favorisiere. Die Möglichkeit der Erweiterung sprächen für den Schierlingsdamm; denn die Feuerwehr werde immer mehr Aufgaben bekommen. Die Synergieeffekte mit dem Bauhof seien eine Win-Win-Situation.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
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