Cloppenburg/Vechta - Gute Nachrichten für viele Berufspendler zwischen den Landkreisen Cloppenburg und Vechta: Der Busverkehr auf der Strecke nimmt an Fahrt auf. Zum 1. Dezember startet die „landesbedeutsame Buslinie“ zwischen beiden Kreisstädten, informierte die Kreisverwaltung jüngst.
Die Strecke
Bedienen wird die neue Linie das Busunternehmen SBV Janßen aus Ramsloh. Die Busse fahren montags bis sonntags im Stundentakt: von Cloppenburg nach Vechta immer um 10 nach. Der erste Bus fährt um 6.10 Uhr am Bahnhof ab, der letzte um 23.10 Uhr; sonntags um 7.10 Uhr. In umgekehrte Richtung von Vechta nach Cloppenburg pendelt der Bus immer zur vollen Stunde: Der erste Bus fährt ab Vechta ZOB um 5 Uhr los, der letzte um 23 Uhr. Samstags fährt der erste Bus um 6 Uhr; sonntags um 7 Uhr los. Die Fahrtzeit zwischen den Endhaltepunkten beträgt 46 Minuten.
Angefahren werden folgende Haltestellen: Cloppenburg Bahnhof, Cloppenburg ZOB, Emstek Ecopark, Schneiderkrug, Langförden, Vechta Ziegelei Menke, Vechta Stoppelmarkt, Vechta ZOB. Anschlüsse an die Nord-West-Bahnen in Richtung Oldenburg, Osnabrück und Bremen sind gegeben.
Auf der Linie gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2024 das Sparticket, das für das Rufbussystem Mobil+ eingeführt worden war: 19 Euro pro Monat; Kinder, Schüler und Azubis zahlen 14 Euro pro Monat. Auch das Deutschlandticket kann genutzt werden.
Mit der Umsetzung der Buslinie geht ein langer und umfangreicher Bewerbungs- und Realisierungsprozess zu Ende. Die Linie wird aus einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen mitfinanziert, die Kosten für den Landkreis Cloppenburg liegen pro Jahr bei rund 420.000 Euro. Das Oldenburger Münsterland geht mit der Umsetzung voran, haben doch laut Kreis-Pressesprecher Frank Beumker bislang erst wenige Landkreise eine landesbedeutsame Buslinie auf die Straße gebracht.
Der Start der neuen Verbindung erfolgt allerdings zunächst mit kleinen Abstrichen. Denn die neuen Fahrzeuge, die eingesetzt werden sollen, sind noch nicht da. Laut Angaben von Kreissprecher Beumker war es zu Verzögerungen bei der Vergabe der Leistungen gekommen, zudem haben die Busse lange Lieferzeiten.
Pflanzenöle und Abfälle
Die Busse, die eingesetzt werden, fahren mit dem Kraftstoff HVO100. HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“. Darin werden neben Pflanzenölen Abfälle sowie Öle und Fette aus Reststoffen wie gebrauchtes Speiseöl in der Produktion eingesetzt. Dadurch werden Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel reduziert. „Der Kraftstoff trägt auch dazu bei, lokale ,Auspuff’-Emissionen zu reduzieren, was für die Luftqualität vor Ort und die Motoren von Vorteil ist“, so Pressesprecher Beumker. Gängige Diesel-Busse können mit diesem Kraftstoff betankt werden – der ausschlaggebende Grund für die Landkreise Cloppenburg und Vechta, die wegen der ländlichen Region und der fehlenden Infrastruktur in E-Bussen und Wasserstoffbussen keine Alternative sehen.
