Friesoythe - Die neue Grundschule in Altenoythe wird ein großer, moderner Bau. Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers spricht gar von einem „architektonischen Highlight“ im Ort. In der Tat machen die Pläne der neuen Gerbertschule, die am Mittwochabend auf der Sitzung des Schulausschusses vorgestellt wurden, einiges her. Grundsätzlich zwar ein dreigeschossiger Zweckbau, wirkt das Gebäude durch äußerliche Details wie etwa einen geschwungenen Eingangsbereich, einer großen, hellen Aula, Gründächern und farbigen Fensterelementen aber sehr freundlich.
Keine weitere Diskussion
Das alles hat aber auch seinen Preis. Wurden für den Neubau an der Schulstraße für den Haushalt 2021 noch 7,5 Millionen Euro und etwas später bis zu neun Millionen Euro angesetzt, sind es jetzt laut aktueller Kostenaufstellung bereits 10,4 Millionen Euro. Doch die Steigerung um fast drei Millionen Euro schien die Ausschussmitglieder nicht weiter zu irritieren. Sie stimmten der Bereitstellung der zusätzlichen Mittel ohne weitere Diskussion einstimmig zu.
„Grundsätzlich seien die Mehrkosten auf die allgemein gestiegenen Baupreise zurückzuführen“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Bis etwa Ende Januar werden die Ausschreibungen beendet sein, kündigte Michaela Schwerter von der Bramlage Schwerter Architekten GmbH an, als sie den Ratsmitgliedern die Pläne und die Kostenaufstellung präsentierte. Das Architektenbüro aus Vechta hatte nach einer europaweiten Ausschreibung unter mehreren Bewerbern den Zuschlag für das Bauprojekt in Altenoythe bekommen. Sie hoffe natürlich, dass die Kosten in einigen Bereichen nicht so hoch ausfallen würden, wie aktuell angesetzt. Den 10,4 Millionen Euro stehen Zuwendungen aus der Kreisschulbaukasse in Höhe von 2,3 Millionen Euro gegenüber. Weitere Fördertöpfe seien derzeit nicht in Sicht, so Hamjediers. Der Baustart soll dann im Frühjahr kommenden Jahres erfolgen. Schwerter kalkuliert inklusive einem kleinen Puffer mit einer Bauzeit von 28 Monaten.
Wenn der Neu- und Umbau des Schulzentrums an der Dr.-Niermann-Straße (Kosten: rund 5,3 Millionen Euro), der derzeit läuft, sowie der Neubau der Gerbertschule in Altenoythe abgeschlossen sind, steht schon die nächste Großbaustelle an – die Grundschule in Gehlenberg.
Akuter Platzmangel
Schon jetzt herrsche dort akuter Platzmangel, haben die Schulverantwortlichen der Verwaltung kürzlich per Antrag mitgeteilt. Es würden weitere Klassenräume, Fachräume und eine Pausenhalle fehlen. Der Umstand, dass zudem derzeit ein Container für Unterrichtszwecke eingesetzt werde, sei auf Dauer unhaltbar, heißt es in dem Antrag. Die aktuelle Schülerprognose zeige außerdem, dass die Grundschule schon bald mit acht Klassen komplett zweizügig sein werde.
Die Ratsmitglieder sehen hier ebenfalls Handlungsbedarf. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten daher für einen Beschlussvorschlag, der vorsieht, dass die Verwaltung damit beauftragt wird, Möglichkeiten für die Erweiterung der Grundschule Gehlenberg zu prüfen.
