Cloppenburg - In Cloppenburg entsteht eine neue musikalische Initiative, die Brücken zwischen Generationen und Menschen mit und ohne Demenz bauen will. Der neu zu gründende Chor im Lokschuppen, unter der Leitung von Franziska Lück, bietet einen Raum für Begegnung und kulturelle Teilhabe.
Lück, bekannt als Chorleiterin des Kinderchores Cloppenburg, bringt ihr Engagement in dieses Projekt ein. Mit einer speziellen Fortbildung für den Instrumentalunterricht von Menschen mit Demenz ausgestattet, ist sie die ideale Besetzung für diese anspruchsvolle Aufgabe. „Für die Teilnahme am Chor sind keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich“, sagt Lück. Der Chor stehe allen offen, die Freude am Singen haben, unabhängig von ihrer musikalischen Erfahrung.
Die Initiative wurde ins Leben gerufen von Andrea Poppe-Aumüller von der Kontaktstelle für Selbsthilfe und Werner Reiß, der durch die Pflege seiner Mutter tiefgreifende Erfahrungen sammeln konnte. Sie zielt darauf ab, durch Musik eine inklusive Gemeinschaft zu schaffen. Musik als universelle Sprache bietet hierfür die perfekte Plattform. Die Kleebaumstiftung, vertreten durch den Vorstand Franz-Josef Schewe und Stiftungsmanager Tobias Boklage, unterstützt dieses Vorhaben mit einer Spende von 5200 Euro.
„Ein Projekt, das zeigt, wie Musik Menschen verbinden und das Leben bereichern kann“, findet auch Lokschuppen-Einrichtungsleiterin Rosanna Cramer. Sie hat spontan die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Der Chor steht allen offen, die Freude am gemeinsamen Singen haben. Besonders willkommen sind Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Aber auch die breite Öffentlichkeit ist eingeladen, teilzunehmen. Darauf hofft auch Markus Niemöller, Leiter einer Selbsthilfegruppe.
„Es ist eine wunderbare Gelegenheit, durch die Kraft der Musik Verbindungen zu knüpfen und somit am öffentlichen Leben teilzunehmen“, sind sich die Initiatoren einig. Das erste Treffen ist am Dienstag, 23. April, um 10 Uhr im Lokschuppen Cloppenburg, Zum Stellwerk 12. Weitere Informationen unter Tel. 04471/185872 (Kontaktstelle für Selbsthilfe) oder Tel. 04442/730923 (Werner Reiß, E-Mail: WnW2019@gmx.de).
