Barßel - Das Umfeld der IGS Barßel soll sich in den nächsten Jahren stark verändern. Während aktuell schon im Bereich vor der Schule an der Westmarkstraße gearbeitet wird, war die Neugestaltung des Bereichs hinter dem Schulzentrum Richtung Soeste jetzt Thema im Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus der Gemeinde Barßel. Auf einer Fläche zwischen Sportpark, IGS und Tennishalle könnte zum Beispiel ein Mehrgenerationenplatz entstehen. Ein entsprechender Entwurf wurde jetzt von der Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung (ARSU) aus Oldenburg den Ausschussmitgliedern vorgestellt.
Förderprogramm steht
Das Projekt wurde möglich, weil die Gemeinde Barßel in das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ mit aufgenommen wurde. Ziel des Programms ist es, dass unter anderem die Grundzentren in ländlichen Räumen ihre Attraktivität erhalten oder noch steigern können. Das Büro ARSU wurde von der Gemeinde beauftragt, genau für dieses Förderprogramm ein Projekt zu entwickeln. Der nächste Antragsstichtag ist der 28. April 2023. „Wir haben hierbei die Planungen für einen Mehrgenerationenplatz entwickelt, da für fast alle Nutzergruppen diese Fläche an der Soeste sehr gut erreichbar ist“, sagte Julia Nahrath vom ARSU während der Sitzung, die das Projekt vorstellte. Dieser neue Platz könnte in vier verschiedene Zonen eingeteilt werden: Entspannen und Treffen, Bewegung und Gesundheit, Element Wasser sowie Chillen und Treffen. In allen Bereichen könnten dann verschiedene Objekte errichtet werden, zum Beispiel Hochbeete, Outdoor-Sportgeräte, ein Barfußpfad, Wasserelemente wie ein Tretbecken im Kneippstil, eine Wasserstreppe oder ein Wasserspiel, zahlreiche Sitzecken und Vegetationsflächen. Eine erste grobe Kostenschätzung durch das Büro kommt dabei auf rund 400 000 Euro für die Herrichtung der neuen Anlage.
Bürgerbeteiligung
„Es ist ganz wichtig, dass wir heute den Beschluss fassen, damit dieses Projekt auch zeitnah verwirklicht werden kann“, sagte Hans Geesen (CDU). Hannes Coners von den Grünen wünscht sich bei dem Projekt mehr Beteiligung von außen. „Es ist ganz wichtig, dass wir die Bürger und auch die IGS bei der Entscheidung mit ins Boot holen“, so Coners. Weiterhin kritisierte er, dass bei der Rodung der Fläche ein Biotop zerstört worden sei und es so auch wichtig sei, dass bei dem neuen Projekt ein naturnaher Wert eine große Rolle spielt. „Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen. Aber in der Zwischenzeit sollte der Bereich auch wieder grün werden. Momentan sieht man da nur schwarzen Sand“, sagte Hubert Niemeyer von der Bürgerfraktion.
Einstimmig entschied sich der Ausschuss, dass die Verwaltung beauftragt wird, einen Förderantrag für das Projekt „Mehrgenerationenplatz“ zu stellen. Ein erster Spatenstich bei positiver Förderentscheidung könnte laut ARSU im Sommer 2024 sein.
