Friesoythe - Immer noch gähnende Leere herrscht auf dem Grundstück der ehemaligen Kfz-Zulassungsstelle in Friesoythe. Eigentlich hätte hier schon längst ein Neubau hochwachsen sollen, doch seit dem symbolischen ersten Spatenstich hat sich nichts getan. Bereits Ende Januar dieses Jahres hatte unsere Redaktion über das Thema berichtet. Knapp zwei Monate später haben wir erneut beim Landkreis Cloppenburg nachgefragt.
Erdarbeiten möglich
Mittlerweile liegt eine Teilbaugenehmigung vor. „Wir haben daher am 28. Januar 2022 die Baugenehmigung unter der Bedingung erteilt, dass mit den Bauarbeiten (u. a. Erdarbeiten) begonnen werden kann. Die Arbeiten an den baulichen Anlagen dürfen allerdings erst begonnen werden, wenn für die jeweils anstehenden Bauteile die erforderliche Statikprüfung abgeschlossen ist, also dem Landkreis ein mängelfreier Prüfbericht des Prüfstatikers vorliegt“, sagt Landkreis-Pressesprecher Frank Beumker auf Nachfrage unserer Redaktion.
In dem neuen Gebäude mit Adresse „Emsstraße 1“ sollen zukünftig die Außenstelle der Kfz-Zulassung, eine Nebenstelle des Gesundheitsamtes und ein Betrieb zur Kennzeichenprägung beherbergt werden. Investor ist Robert Berghaus. Der von ihm beauftragte Entwurfsverfasser hatte Ende Juli 2021 eine unvollständige Baugenehmigung beim Landkreis eingereicht. So konnte der Landkreis bislang einem Gebäude, in das er selbst einzieht, noch keine Baugenehmigung erteilen. „Es bleibt dabei, dass unser Gesundheitsamt wie auch die Zulassungsstelle des Landkreises Cloppenburg im neuen Service-Center an der Emsstraße nach dessen Fertigstellung untergebracht werden“, so Beumker. Wann die Fertigstellung sein soll, kann aber aktuell noch nicht gesagt werden. Die Zulassungsstelle ist vorübergehend in den alten Markt der Firma Grale an die Elbestraße gezogen.
Alte Bank als Option
Mittlerweile ist aber auch klar, dass der jetzige Standort des Gesundheitsamtes des Landkreises im St.-Marien-Hospital nicht weiter beibehalten werden. „Es laufen daher derzeit Planungen für eine vorübergehende Unterbringung des Gesundheitsamtes. Dies könnte dann bis zu Fertigstellung des Service-Centers an der Emsstraße provisorisch im Gebäude der ehemaligen Volksbank als Übergangslösung erfolgen“, so Beumker weiter.
Die konkrete Umsetzung muss noch erfolgen, da dies Gebäude bekanntlich dem Landkreis gehört und derzeit noch nicht anderweitig genutzt wird.
