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Neues Fahrgeschäft im Tier- und Freizeitpark Thüle Mit dem Coaster-Kart durch die „Verlorene Welt“

Nagelneu mit Deko-Rost: Konstrukteur Stefan Kirchner (links) und Elektriker Oliver Grothkopp an einem der Karts der neuen Achterbahn „Lost World“.

Nagelneu mit Deko-Rost: Konstrukteur Stefan Kirchner (links) und Elektriker Oliver Grothkopp an einem der Karts der neuen Achterbahn „Lost World“.

Torsten von Reeken

Thüle - Der Kontrast ist jetzt noch sehr stark: „Lost World“, also „Verlorene Welt“ heißt die neue Achterbahn im Tier- und Freizeitpark Thüle. An sie legen die Techniker der hessischen Herstellerfirma Wiegand in diesen Tagen letzte Hand. Doch die rund 600 Meter lange Edelstahlschiene ist brandneu und auch das hügelige Gelände, auf dem sie aufgebaut wurde, ist offensichtlich ganz frisch angelegt und bepflanzt. Dafür haben aber das Zugangstor zur Bahn und die zehn Karts – die Wagen in denen die Besucher sitzen und im eigenen Tempo fahren werden – bereits den passenden abgewrackten, angerosteten Anschein. Eine auf „authentische Patina-Lackierung“ spezialisierte Firma aus Friedberg in Bayern hat hier gearbeitet.

Sicherheit geht vor

Doch Optik beiseite: Bei den Technikern geht es in diesen Tagen um das Wichtigste bei so einem Fahrgeschäft: die Sicherheit der Besucher. Eigentlich hätte auch schon ein auf Fahrgeschäfte spezialisiertes Tüv-Team aus Thüringen dabei sein sollen, doch das steckte im Stau.

Aufgebaut worden sei die Bahn durch ein Team von fünf bis sechs Monteuren, die seit Anfang Januar im Tier- und Freizeitpark Thüle arbeiten, berichtet Elektriker Oliver Grothkopp. Die alte Bob-Kartbahn die vorher an dieser Stelle des Parks rund 15 Jahre ihre Runden gedreht hat, habe für den Streckenverlauf als Vorbild gedient, sagt Konstrukteur Stefan Kirchner. „Daran haben wir die Strecke in Absprache mit dem Betreiber verändert und erweitert. Das ist hier gut gelungen. Man versucht immer einen möglichst attraktiven Bahnverlauf zu planen.“ Dazu gehöre, dass nicht gleich zu erkennen ist, was sich hinter der nächsten Kurve befindet. „Es muss verschlungen sein, hoch und runtergehen, möglichst abwechslungsreich sein.“

Vorangetrieben werden die zehn Karts elektromagnetisch. „Die Bahn fährt sehr, sehr leise und geschmeidig“, sagt Grothkopp. Jedes Kart hat sein eigenes Gaspedal, so dass die Nutzer selber bestimmen können, wie schnell sie durch die „Verlorene Welt“ fahren. Dabei sind die Wagen mit einer Minimalgeschwindigkeit von 3,5 Metern pro Sekunde unterwegs, damit es nicht zu einem Stau kommt. Voll beschleunigt kann ein Kart 10 Meter pro Sekunde fahren, das entspricht etwa 36 km/h. „Die Fahrzeuge dürfen nicht aufeinander auffahren“, erläutert Kirchner. „Jedes Fahrzeug kennt seine eigene Position und die Position der anderen Fahrzeuge.“ Die Steuertechnik steckt in großen Schaltschränken in einem Blockhaus neben der Anlage. Um zu zeigen, was die Bahn kann, schalten die Wiegand-Mitarbeiter den Strom an und lassen die leeren Karts über die Schienen flitzen.

Tüv-Team kontrolliert

In den kommenden Tagen werden sie mit dem Tüv-Team arbeiten. „Die bekommen vorab von uns alle Unterlagen und schauen, ob die Bahn so gebaut wurde, wie geplant“, sagt Kirchner. „Sie gucken, dass der Fahrgast nicht in die bewegten Teile fassen und dass er sich nicht verletzen kann.“ Ostern sollen die ersten Besucher durch die „Lost World“ fahren.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
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