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Oberstufenhaus am Cloppenburger Gymnasium ULF Knapp 1 Mio. aus der Kreisschulbaukasse

So könnte das neue Gebäude (Oberstufenhaus/Lernwerkstatt) am ULF aussehen.

So könnte das neue Gebäude (Oberstufenhaus/Lernwerkstatt) am ULF aussehen.

g+h Architekten Heckel und Otto

Cloppenburg - Für 3,99 Millionen Euro will die katholische Schulstiftung St. Benedikt (Vechta) beim Cloppenburger Gymnasium Liebfrauenschule (ULF) ein neues Gebäude (Oberstufenhaus/Lernwerkstatt) errichten und dafür die 1960 zwischen Sporthalle und ULF-Hauptgebäude erbaute – ehemalige – Haushaltsschule abreißen. Der Kreistag beschloss bereits am 12. Juli, dass der Landkreis dem Bischöflich-Münsterschen Offizialat dafür einen Zuschuss in Höhe von 1,995 Mio. Euro (50 Prozent) gewährt.

Unterlagen geprüft

Inzwischen hat die Hochbauabteilung des Landkreises die Planungsunterlagen geprüft. Insgesamt belaufen sich die zuwendungsfähigen Kosten auf 1,813 Millionen Euro: Somit kommt 906.500 Euro aus der Kreisschulbaukasse – das empfahl der Kreis-Schulausschuss jetzt dem am 11. Oktober vertraulich tagenden Kreis-Ausschuss einstimmig zum Beschluss. Die restlichen 1,0885 Millionen Euro seines Zuschusses an das BMO muss der Kreis aus dem Haushalt finanzieren. Denn im Rahmen des Oberstufenhaus-Neubaus können ausschließlich die neugeschaffenen Flächen als förderfähig anerkannt werden. Der Abriss sowie der Neubau der Flächen des Bestandsgebäudes werden nicht aus der Kreisschulbaukasse gefördert. Letztere wird im Übrigen zu einem Drittel von den 13 Städten und Gemeinden sowie zu zwei Dritteln vom Landkreis gespeist.

50 Prozent

Als Regelschulträger der Gymnasien bezuschusste der Landkreis Cloppenburg bisher grundsätzlich die Baumaßnahmen an der Liebfrauenschule mit bis zu 50 Prozent. Begründet wurde die Bezuschussung in der Vergangenheit immer damit, dass der Landkreis, falls es das ULF nicht gebe, im Gebiet der Stadt Cloppenburg ein weiteres vierzügiges Gymnasium errichten und betreiben müsse. Mehr als 900 Schülerinnen und Schüler besuchen die Liebfrauenschule. Das Hauptgebäude wurde im Jahr 1996 bis 2000 erstellt. Durch die Einführung von G 9 benötigt die vierzügige Liebfrauenschule insgesamt 28 Klassenräume und weitere Kursräume.

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Carsten Mensing
Cloppenburg

Kursräume fehlen

Der Schule fehlten Kursräume. Es gebe keine Differenzierungsräume und keine Pausenhalle, heißt es in dem von BMO-Finanzdirektor Michael gr. Hackmann unterschriebenen Antrag. Die bisherigen Klassenräume der früheren Haushaltsschule seien teilweise zu klein. Zusätzlich sei die notwendige Sanierung der Haushaltsschule nicht wirtschaftlich und energetisch sinnvoll, heißt es weiter. Stattdessen solle ein Neubau erstellt werden, mit dem Ziel, die genannten Defizite für die Schule zu beseitigen. Durch den neuen Innenhof sollen die jüngeren Jahrgänge einen wetterfesten Aufenthaltsbereich erhalten. In die Räume werde ein modernes stationäres Belüftungssystem eingebaut.

Inklusion

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte Architektin Neele Johannes vom beauftragten Büro „g+h Architekten Heckel und Otto“ (Oldenburg), dass acht Klassenzimmer sowie Gruppen- und Kursräume in dem neuen Gebäude untergebracht werden sollen. Ergänzend zu diesem Raumprogramm werde in Zusammenarbeit mit der Cloppenburger Förderschule St. Vincenzhaus ein neues Inklusionskonzept auf rund 100 Quadratmetern unter anderem mit einem Pflegebad angestrebt. Es würden in dem neuen Klassentrakt zwei Räume für Förderschulkinder berücksichtigt, so Johannes. Die Schüler der Liebfrauenschule Cloppenburg und des St. Vinzenzhauses können so zukünftig in verschiedenen Projekten gemeinsam lernen.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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