Strücklingen - Es ist eine traditionsreiche Fläche, auf der ab Ende März/Anfang April mitten im Strücklinger Ortskern eine neue Großbaustelle entsteht. Dort wo noch bis vor rund einem Jahr die Gaststätte „Strücklinger Hof“ stand, sollen im Frühjahr 2022 zwei große neue Mehrparteienhäuser gebaut werden.
Quakenbrücker investiert
Investor der großen Baumaßnahme ist Slawa Pankratz aus Quakenbrück. „Wir wollen hier mitten im Ort ein neues Wohnquartier schaffen. Das wird eine Bereicherung für Strücklingen“, sagt der Investor im Gespräch mit unserer Redaktion. Geplant sind zwei Mehrparteienhäuser für unterschiedliche Nutzungsformen. Im größeren der beiden Gebäude sollen insgesamt zwölf Mietwohnungen entstehen. „Die einzelnen Objekte werden eine Größe von 50 bis 80 Quadratmetern haben. Dazu bekommt jede Wohnung auch einen Pkw-Stellplatz“, sagt Pankratz. Im kleineren Gebäude sollen neun Eigentumswohnungen entstehen – hier schwankt die Größe von 80 bis 140 Quadratmetern in größeren Apartments. „Dabei werden alle Wohnungen ohne Dachschrägen auskommen und die Häuser werden nach dem KfW-40-Standard gebaut“, so der Investor.
Insgesamt werden von Pankratz etwas mehr als fünf Millionen Euro investiert. Die Bauzeit soll etwa 16 bis 18 Monate betragen, sodass die ersten Personen vielleicht Ende Sommer 2023 einziehen können.
Slawa Pankratz’ Immobilienfirma ist seit 2007 in Quakenbrück tätig und hat schon zahlreiche Bauprojekte umgesetzt. Ebenfalls vermarktete das Unternehmen bereits mehrere Immobilien als Wertanlage.
45 Jahre Saalbetrieb
Der Immobilienmakler Pankratz aus Quakenbrück hatte den Landgasthof und das Grundstück von Maria und Bernhard Helmke gekauft. Die Eheleute hatten den Strücklinger Hof zuvor 45 Jahre lang betrieben und diesen Ende September 2020 mit dem Eintritt in den Ruhestand geschlossen. Ein Nachfolger für den Gastronomie-Betrieb konnte nicht gefunden werden.
Mehr als 150 Jahre war Kallages Strücklinger Hof einer der Treffpunkte im Norden des Saterlandes, der auch über die Gemeinde hinaus bekannt war. 1863 war der Landgasthof, damals noch mit Manufakturwarenladen und Landwirtschaft, an der Hauptstraße errichtet worden. Für viele Vereine war er über Jahrzehnte auch Stammlokal gewesen.
Am 17. August 1975 hatten Maria und Bernhard Helmke dann den Betrieb der Gaststätte in vierter Generation der Familie Kallage-Helmke übernommen.
