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Bike-Center Nord übernimmt zwei weitere Standorte Garreler geben Gas auf dem Fahrrad-Markt

Übergeben die Geschäfte (v.l.): Bernd und Renate Strohschnieder, Nick Kober und Viktor Spadi.

Übergeben die Geschäfte (v.l.): Bernd und Renate Strohschnieder, Nick Kober und Viktor Spadi.

Reiner Kramer

Garrel/Essen/Nortrup - Aus dem Bike-Center Garrel ist das Bike-Center Nord geworden. Und das aus gutem Grund, verfügen die Inhaber Viktor Spadi und Nick Kober ab dem 2. Mai doch nicht nur über einen Standort in Garrel, sondern auch in Essen (Oldb.) und in Nortrup (Landkreis Osnabrück). Sie übernehmen in beiden Orten das „Radhuus Strohschnieder“.

In Garrel hatten die beiden Garreler Unternehmer Kober und Spadi Anfang 2021 ihr Bike-Center an der Böseler Straße eröffnet und einen Fokus auch auf das sportive Fahren gelegt.

Sie stießen auf einen Fahrradboom, der schnell den Gedanken nach Expansion aufkommen ließ. Als sie über einen Außendienstmitarbeiter den Hinweis bekamen, dass Bernd Strohschnieder in den Ruhestand gehen wolle und seine Geschäfte in Essen und in Nortrup – die Filiale führt Gattin Renate – abgeben möchte, nahmen sie Kontakt auf.

Geschäft seit 2010

Bernd Strohschnieder, der ursprünglich einmal Versicherungen verkaufte, hatte 2010 das Geschäft an der Langen Straße 94 inmitten der Gemeinde Essen eröffnet. In dem Gebäude hatte der Vorbesitzer bereits Fahrräder repariert. Ein Geschäft gab es allerdings noch nicht, berichtete der Essener Strohschnieder. Da seine Leidenschaft dem Drahtesel galt, griff er zu und wechselte das Metier. Neben dem Verkaufsraum, den Kober und Zweiradmechaniker-Meister Spadi neu streichen wollen, zählt eine Werkstatt zum Geschäft.

Da das Gebäude aber in die Jahre gekommen ist, planen die Garreler Unternehmer mit einem Neubau mit einer breiten Fensterfront an der Straße. In Essen wird Spadi die Geschäfte führen, Kober wird zwischen den Standorten Garrel und Nortrup wechseln. Das Geschäft in Nortrup hatte Strohschnieder im Jahr 2016 übernommen. In Garrel sind weiterhin eine Verkäuferin sowie ein Auszubildender im Einsatz.

Über das Dienstrad-Leasing sei das Geschäft gewachsen, berichtete Renate Strohschnieder. Die Win-win-Situation in dem Modell, das den Fahrradgeschäften zu guten Geschäften verhilft, kann auch Nick Kober bestätigen. Die bestehenden Leasingverträge würden übernommen, betont Spadi.

Name bleibt zunächst

Was bleibt, ist zunächst der Name Strohschnieder, der sich etabliert habe. Und auch die fünf Mitarbeiter am Standort Nortrup werden übernommen. „Darüber sind wir sehr froh“, freut sich das Ehepaar Strohschnieder, das sich für die langjährige Treue ihrer Kunden bedankt. Bernd Strohschnieder (65) freut sich im Ruhestand auf ausgedehnte Fahrradtouren quer durch Deutschland.

Mit der Übernahme der Geschäfte wollen Kober und Spadi aber das Angebot erweitern und neue Marken etablieren. Sie sehen ebenso wie Strohschnieder einen Trend zu nachhaltigen Fahrrädern. Fahrräder des Frankfurter Unternehmens E-Bike Advanced Technologies, das derzeit im Niedersachsenpark in Rieste ein neues Werk errichtet, sollen das Portfolio erweitern. Es produziert Fahrräder aus einem Kunststoffgranulat mit einem Anteil recycelter Kohlenstofffasern aus der Automobilindustrie. Auch E-Mobilität bleibe ein großes Thema – selbst für Kinder.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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