Den ganzen Morgen über wurde im Kreishaus über die Integration von Menschen mit Behinderung in die Regelschule informiert und diskutiert. Als eine stumme Teilnehmerin eine Frage stellen wollte, gab es niemanden, der die Gebärden übersetzen konnte. „Beschämend“ für die Veranstalter, wie selbst Dr. Peter Wachtel feststellte. Eines zeigt diese Tatsache überdeutlich: Die Belange Behinderter zu berücksichtigen, ist noch nicht im Ansatz in den Köpfen verankert. Insofern ist der Vorstoß von Kultusminister Dr. Bernd Althusmann zum Thema Inklusion sinnvoll, bringt er doch behinderte Schüler einen Schritt weiter in die „normale Welt“. Doch, und das ist zu kritisieren: Erneut wird ein Thema mit Hochdruck angegangen. Noch steht nicht einmal die konkrete Ausgestaltung der Inklusion fest, das Ende der Primarklassen in den Förderschulen Lernen und Sprache ist aber schon terminiert. Ein wenig Entschleunigung in dieser heiklen Thematik wäre äußerst sinnvoll.