Cloppenburg/Bad Zwischenahn - Die Gedenkstätte Wehnen für die Opfer der oldenburgischen NS-Krankenmorde soll neu gestaltet werden. Der Gedenkkreis Wehnen hat auch beim Landkreis Cloppenburg einen Antrag auf Zuschuss gestellt. Einem Anliegen dem der Ausschuss für Kultur und Freizeit des Kreistages ausdrücklich positiv beschied.

Die Gedenkstätte stoße aufgrund steigender Besucherzahlen auf nur 30 Quadratmetern Ausstellungsfläche an ihre räumlichen Grenzen, heißt es in den Unterlagen. Es gebe im Gebäude keine Seminar- und Tagungsräume sowie keine Besuchertoiletten. Neben der Aktualisierung der Ausstellung will der Gedenkkreis daher auch Gruppenräume für die Bildungs- und Vermittlungsarbeit, Büroräume für die Mitarbeiter der Gedenkstätte und einen Sammlungsraum schaffen. Die Gesamtkosten liegen bei 740.000 Euro. 50 Prozent des Projekts wird die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten (SNG) tragen, sie hat bereits 370.000 Euro bewilligt. Nun stellt der Gedenkkreis Anträge bei „Drittmittelquellen“, zum Beispiel bei den Landkreisen und Kreisfreien Städten. Auch der Landkreis Wesermarsch sei angefragt worden, heißt es in der Vorlage. Die Gemeinschaft der Landkreise und kreisfreien Städte „Das Oldenburger Land“, in der sich alle Landräte und Oberbürgermeister treffen, schlage der Politik vor, jeweils einen Zuschuss von 5000 Euro zu gewähren – unter der Voraussetzung das die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist.

Im Ausschuss für Kultur und Freizeit empfahl Kreisrat Stefan Riesenbeck (SPD) ausdrücklich die Ausstellung der Gedenkstätte Wehnen. „Es ist viel zu wenig bekannt, was hier passiert ist“, sagte er.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland