Cloppenburg auf dem Weg zur Fahrradstadt – mit diesem Radweg kann die Stadtverwaltung aber nicht mal einen Blumentopf gewinnen. Nur etwa fünf Meter lang ist der für Zweiräder ausgewiesene Weg am Industriezubringer im Industriegebiet in Emstekerfeld. Und das Ärgernis über einen Slalom für Radfahrer brachte Michael Bertschik, Vorsitzender des ADFC, in der Sitzung des jüngsten Bau- und Verkehrsausschuss dazu, mal die Stadtverwaltung nach Sinn und Unsinn dieses Abschnittes zu befragen. Man werde von der Straße, zurück auf den Radweg und dann auf den Fußweg auf der linken Fahrbahnseite gelenkt. Ein Irrsinn, der auch jedem Verkehrsteilnehmer auffällt, der den Industriezubringer befährt. Fachbereichsleiter Armin Nöh lieferte für diesen Slalom-Parcour eine Erklärung: Es sei das Ziel gewesen, den Radfahrer von der Straße fernzuhalten, da dort bekanntermaßen viele Lastwagen unterwegs seien. So hätte man sich für die drei kurzen Streifen des Radweges entschieden. Die Situation bezeichnete Nöh als „unglücklich“. Er würde sich vielmehr einen 2,50 Meter breiten Rad- und Fußweg auf beiden Seiten wünschen. Träumen wird man wohl noch dürfen – auch vom Titel der Fahrradstadt.
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