Bösel - Helfende Hände werden immer benötigt. Vor allem, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, die vom Schicksal hart getroffen wurden. In diesem Fall waren es „helfende Füße“, die sich 1986 für krebskranke Kinder eingesetzt haben und die sich hinter dem Türchen Nummer 8 verbergen.
Eine Mark pro Kilometer
Mehr als 300 Schüler und Lehrer der Hauptschule Bösel mit Orientierungsstufe sowie Eltern und einige Mitglieder der Wandergruppe des Heimatvereins Bösel hatten sich im Dezember 1986 zusammen auf den Weg gemacht. 15 Kilometer lang war die Strecke, die sie bewältigen wollten. Im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer des Marsches auf Patensuche begeben. Für jeden gewanderten Kilometer gab es eine D-Mark.
Die Archiv-Türchenserie läuft bis einschließlich 24. Dezember. Außer an den Sonntagen wird täglich ein Archiv-Türchen geöffnet. Dahinter verbergen sich Geschichten aus dem Nordkreis zum Thema „Hilfe“. Ganz nach dem Motto: „Jeden Tag eine gute Tat“.
Dabei hatten die Teilnehmer des Marsches alle einen Zettel dabei, der nach fünf, zehn und schließlich 15 Kilometern abgestempelt wurde. „Als nach gut der Hälfte der Strecke schon mal ein erstes ,ich kann nicht mehr’ und die Frage ,Wieviele Kilometer noch?’ zu hören war, wartete auf die Wanderer der Nikolaus“, schrieb die NWZ am 8. Dezember 1956.
Dieser lobte, dass die Gesunden für die Kranken unterwegs seien und die krebskranken Kinder so eine Zuwendung erfahren würden. Als kleine Belohnung hatte der heilige Mann für jeden Teilnehmenden einen Mehlbolzen dabei. Passend dazu gab es Tee von der DRK-Ortsgruppe Bösel. Gut gestärkt wurden somit auch noch die restlichen Kilometer gelaufen.
4000 DM
Zu dem Zeitpunkt des Berichts gab es noch keine endgültige Abrechnung, aber der damalige Rektor Benno Grafe und die für die Organisation verantwortlichen Lehrer rechneten mit einer Gesamtsumme von 4000 DM. Ein schönes und wichtiges Geschenk, das den vielen Böseler Läufern und Spendern zu verdanken war.
