Petersdorf - Seit jeher sorgen die zahlreichen Musiker und Sänger aus dem Nordkreis mit ihren Auftritten für Begeisterung bei ihrem Publikum. Besonders lobenswert dabei ist, dass sie auch oft für einen guten Zweck auf der Bühne stehen. Ein Beispiel dafür waren 1990 die Musiker und Sänger aus Bösel, die sich hinter dem Türchen Nummer 8 verbergen.
Rund 180 Gäste
Sie gaben ein Konzert in der damals neuen Sporthalle in Petersdorf, über das die NWZ am 10. Dezember 1990 berichtete. Rund 180 Gäste konnten dazu am Abend begrüßt werden. Das Orchester Bösel spielte unter anderem schwungvolle Lieder und Schlager sowie Melodien aus bekannten Fernsehserien. „Heinrich Sieger vom Gemischten Chor Bösel, der vollmundig ,Rosamunde’ und später das ,Wolgalied’ ertönen ließ, wollten die angetanen Zuhörer gar nicht wieder gehen lassen“, schrieb die NWZ.
Eigens zum Konzertabend waren auch die Taekwando-Gruppe Bümmerstede und die Trampolinturner aus Aschendorf angereist. Erstere begeisterte das Publikum unter anderem damit, dass sie mit dem Fuß oder der Hand Holz, Ytong und Ziegel zerteilte. Die Turner zeigten gekonnt Sprünge und Drehungen auf dem Trampolin. Mit dabei war sogar die Weltmeisterin auf dem Trampolin, Ute Springub.
Vorsitzender am Reck
Auch schön: „Für eine Überraschung war sich der Vorsitzende des Jugend- Kultur und Sportstättenausschusses, Hermann Seppel, nicht zu schade. In einer Sondernummer zeigte er sein Können am Reck.
An dem Abend konnten 1500 D-Mark gesammelt werden. Diese kamen der NWZ-Aktion „Kinder in Not“ zugute, mit der „die Zeitung die Hilfsaktionen für strahlen- und umweltgeschädigte Kinder aus Tschernobyl und Cottbus unterstützt“. Auch die Getränke-Einnahmen, die am Tag der offenen Tür in der Sporthalle zuvor erzielt worden waren, flossen mit in die Aktion ein.
