Oldenburg/Cloppenburg - Im Strafprozess gegen den Cloppenburger Rechtsanwalt Adem Ortac sind weitere Zeugen vernommen worden. Sie sagten aus, dass sie Ortac Geld gegeben hatten, ohne dass er für sie als Anwalt tätig geworden sei. Ortac wird Betrug vorgeworfen, er soll auch für Migranten Aufenthaltsbescheide gefälscht und als Anwalt tätig geworden sein, obwohl Ende 2016 ein vorläufiges Berufsverbot verhängt worden war.

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Die Zeugen bestätigten mit ihren Aussagen das Vorgehen des Angeklagten, wie es zahlreiche Zeugen in vorausgegangenen Verhandlungstagen geschildert hatten: Wegen Familienzusammenführung oder Asylverfahren hatten die Migranten mit Ortac Kontakt aufgenommen. Ortac verlangte Vorschüsse – mal 500, mal 1000 oder 1500 Euro – auf sein Honorar, dann warteten die Migranten vergeblich auf ein Resultat.

Ortac streitet das ab. Er sei sehr wohl tätig geworden.