Essen - Weit übertroffen worden sind nach Angaben von Organisator Frank Ostermann die Erwartungen beim dritten Oldtimertreffen auf dem Campingplatz in Essen. Bei sommerlichen Temperaturen machten sich weit mehr als 1000 Besucher auf eine Zeitreise in die Geschichte des Automobils. Aus den Landkreisen Cloppenburg, Vechta, dem Artland, Emsland sowie dem Landkreis Oldenburg und darüber hinaus zeigten mehr als 600 Oldtimer freunde ihre Schätzchen.
Manches Fabrikat wie Auto Union, DKW, Goggomobil, Spitfire, Corvette oder BMW Isetta war bei der jüngeren Generation völlig unbekannt. Nur gut, dass es Google gab. Ein Oldtimertreffen ohne Trappe ist kaum vorstellbar. Um diese Aussteller zu finden, reichten gute Ohren und eine empfindliche Nase.
Weitere Hingucker waren alte Feuerwehr- und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Auch die Vielzahl an Motorrädern, Motorrollern und Mopeds stieß auf großes Interesse. Bereits im vergangenen Jahr faszinierten die Ford-Fahrzeuge aus den Anfängen des Automobils die Besucher. Mit der „Tin Lizzy“, der „Blechdiesel“, baute Ford das erste Auto, das für die Allgemeinheit erschwinglich war. Dass die Technik von früher sich durchaus sehen lassen konnte, zeigte ein Besitzer des T-Models.
„Wer heute einen Oldtimer besitzt, ist gleichzeitig Schrauber aus Leidenschaft. Nur Ersatzteile sind oft schwer zu bekommen“, berichtet ein Besitzer. Auf dem Treffen waren zur Freude des Oldtimerclubs „EsLo“ als Ausrichter mehrere Teilehändler vertreten, die oft gesuchte Ersatzteile dabei hatten.
Alle Hände voll zu tun hatten auch die Mitglieder des Fördervereins des katholischen Kindergartens Sankt Josef, die in der Cafeteria die Gäste bewirteten. „Als richtig hat sich unsere Entscheidung erwiesen, das Treffen über zwei Tage stattfinden zu lassen“, hieß es vom Vorstand des Oldtimerclubs. Für die gute Organisation und die Platzauswahl gab es von den auswärtigen Gästen viel Lob. Mit viel neuer Motivation kann sich der Vorstand jetzt auf das nächste Treffen vorbereiten.
