Nordkreis - Orkantief „Ylenia“ ist auch mit kräftigen Windböen über die Stadt Friesoythe und die Gemeinden Bösel, Barßel und Saterland hinweggezogen und sorgte am Mittwochabend und Donnerstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren. Bei den meisten mussten Bäume von Straßen entfernt werden – doch in Ramsloh beschädigte der Sturm das Dach des Laurentius-Siemer-Gymnasiums (LSG), weshalb dort mehrere Tage kein Präsenzunterricht stattfinden kann. Ein Überblick der Einsätze.
Friesoythe
Bereits am Mittwoch gegen 23.10 Uhr musste die Ortsfeuerwehr Friesoythe das erste Mal ausrücken. Ein Baum lag quer über der Straße Birkenkolonie in Schwaneburgermoor. Rund 20 Kameraden waren vor Ort im Einsatz, 15 weitere auf Bereitstellung im Feuerwehrhaus, berichtet Pressewart Heinz Jansen-Olliges. Nach einem Brandeinsatz an der Eschstraße ging es für die Friesoyther Feuerwehrleute am Donnerstag gegen 9 Uhr direkt weiter. Ein Baum drohte im Stadtgebiete auf ein Haus zu stürzen. „Eine Beschädigung am Haus konnte verhindert werden“, berichtet Jansen-Olliges. 14 Kameraden waren dabei im Einsatz, ebenso die Drehleiter. Diese war dann auch am Donnerstagmittag gegen 13 Uhr gefordert. Beim St. Marienhospital drohte ein Bauteil vom Gebäude zu stürzen. Das Bauteil konnte laut Jansen-Olliges „erfolgreich und ohne Schaden anzurichten, geborgen werden“.
Einsatz für die Drehleiter: Die Feuerwehr Friesoythe sicherte am Donnerstagmittag ein Bauteil am St. Marienhospital, das durch den Sturm drohte hinunter zu stürzen.
Feuerwehr Friesoythe
Zudem drohte in Friesoythe ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen.
Feuerwehr Friesoythe
Die Feuerwehr Bösel musste am Donnerstag gegen 3.30 Uhr die Garreler Straße von einem Baum befreien.
Markus Tholen/Feuerwehr Bösel
Die Gehlenberger Feuerwehrleute befreiten am frühen Donnerstagmorgen den Ziegeleiweg in Neuscharrel von einem Baum.
Martin Warnke/Feuerwehr GehlenbergEinen weiteren sturmbedingten Einsatz gab es im Friesoyther Stadtgebiet für die Feuerwehr Gehlenberg. 22 Kameraden rückten am Donnerstag um kurz nach 6 Uhr zum Ziegeleiweg in Neuscharrel aus. Dort war ein Baum auf die Straße gefallen.
Bösel
Auch die Freiwillige Feuerwehr Bösel ist zu mehreren Einsätzen im Gemeindegebiet ausgerückt. Um 3.30 Uhr mussten die Feuerwehrleute die Garreler Straße an der Gemeindegrenze von einem umgestürzten Baum befreien. Darüber hinaus waren sie am Donnerstagmorgen am Lutzweg, An der Lahe, Hülsberger Straße und der Hauptstraße im Einsatz, wie Markus Tholen, Pressesprecher der Feuerwehr Bösel, berichtet.
Barßel
Umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste hielten auch die Freiwillige Feuerwehr Barßel am Donnerstag zwischen 2 Uhr und 9.30 Uhr in Atem. Im gesamten Gemeindegebiet habe es zahlreiche Einsätze gegeben, berichtet Pressesprecher Friedhelm Kröger im Gespräch mit unserer Redaktion. So hätten unter anderem der Kurfürstendamm und die Oldenburger Straße von umgestürzten Bäumen befreit werden müssen.
Saterland
Während in den restlichen Schulen im Landkreis Cloppenburg am Freitag wieder Unterricht stattfindet, können die Schülerinnen und Schüler des LSG in Ramsloh in den nächsten Tagen noch nicht wieder in ihre Schule zurückkehren. Wie der Landkreis Cloppenburg mitteilt, hat das Sturmtief das Dach der Schule erheblich beschädigt. Deshalb findet an diesem Freitag, 18. Februar, sowie nächste Woche Montag, 21., und Dienstag, 22. Februar, aus Sicherheitsgründen am LSG kein Präsenzunterricht statt, sondern ausschließlich Unterricht im Rahmen des Distanzlernens. „Eine Fachfirma sichert den entstandenen Sturmschaden aktuell ab, die notwendigen Reparaturarbeiten werden schnellstmöglich durchgeführt“, heißt es weiter vom Landkreis.
Die Feuerwehren aus Ramsloh und Scharrel waren auch mehrfach am Donnerstagmorgen im Einsatz. Sie entfernten mehrere umgestürzte Bäume in Strücklingen und Ramsloh. Zudem war ein Trampolin auf die Friedhofstraße geweht worden. Am Donnerstagnachmittag mussten die Scharreler Feuerwehrleute erneut ausrücken. In Höhe der Hüllener Straße drohte ein Baum Tanne auf die B401 zu fallen. Für die Arbeiten musste die Bundesstraße voll gesperrt werden, wie Thomas Giehl, Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Saterland berichtet.
