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Cloppenburger mit Foodtruck unterwegs Ein Hauch von Osteuropa auf dem Teller

Mareike Fangmann
Alexander Goss will mit seinem Foodtruck und dem Catering Ostblocklatino in und um Cloppenburg durchstarten.

Alexander Goss will mit seinem Foodtruck und dem Catering Ostblocklatino in und um Cloppenburg durchstarten.

Mareike Fangmann

Cloppenburg - Den Wunsch, in die Selbstständigkeit zu starten, hatte Alexander Goss schon während seiner Ausbildung zum Koch. „Ich habe gerne Verantwortung übernommen und war kreativ beim Schreiben der Menükarten“, sagt der 28-Jährige. Nun hat sich der Traum erfüllt – auch dank eines Motivationsschubsers seiner Frau, wie der Cloppenburger lachend zugibt.

Viele Einflüsse

Ostblocklatino heißt das Konzept, in dem Goss, der aus einer Familie mit viel Gastro-Erfahrung stammt, vor allem die osteuropäische Küche neu und modern interpretieren möchte. Außerdem fließen andere Einflüsse ein, denn Goss ist Fan der französischen und japanischen Küche. Crossover ist also ein weiteres Motto des 28-Jährigen, der russische, deutsche und ukrainische Wurzeln hat. Dabei hat er aber beispielsweise auch die traditionellen Grillformen wie Mangal und Kazan aus der osteuropäischen Küche im Gepäck.

Goss möchte, dass sich die Gerichte locker und entspannt genießen lassen. Sein Ziel ist das Wohnzimmer-Feeling, das er mit seinen Köstlichkeiten auslöst. Denn neben der Arbeit im neu angeschafften Foodtruck bietet er auch Catering an. Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit sind ihm dabei sehr wichtig. Das Fleisch und das Gemüse werden regional bezogen. Bestimmte Fleischwaren, wie zum Beispiel Wurst, kann er mit einem Räucherofen und der Hilfe eines Fleischers selber produzieren. Und da ihm das Backen nicht so viel Freude bereitet, wird er bei den Brotwaren von einem Bäcker unterstützt.

Fünf Monate hat er auf seinen Foodtrailer gewartet. In dem schwarzen Wagen, der mit seiner runden Form modern daher kommt, finden alle benötigten Geräte Platz. Die Grills beispielsweise werden im Freien platziert. „Wenn wir auf einem Event vor Ort kochen können, ist das natürlich immer auch ein Highlight für die Gäste“, erklärt der gelernte Koch.

Die Pläne

Und beim Essen hört das Konzept von Ostblocklatino nicht auf. Auch als Spirituosenmarke möchte sie Goss etablieren. „Das war eigentlich mehr eine Schnapsidee. Als wir die Getränkekarte geschrieben haben und es um Wodka ging, wollte jeder eine andere Marke. Dann hatten wir die Idee, einen eigenen Wodka zu kreieren“, sagt der Cloppenburger. Auch hier setzt er auf eine regionale Brennerei. Trotz seiner 43 Prozent soll der Wodka nicht so herb und auch pur gut genießbar sein. Eine zweite Sorte aus dem Schwarzwald wird mit Aktivkohle gefiltert und ist etwas stärker im Geschmack. Angedacht sind laut Goss auch Liköre.

Die unterschiedlichen Wodka-Sorten sollen online verkauft werden, die passende Marke ist Ostblocklatino Spirit. Das Online-Sortiment soll in Zukunft auch um Fleisch erweitert werden. Damit auch diejenigen, die kein Catering gebucht haben, die Spezialitäten zuhause genießen können. Der Foodtruck soll in Zukunft auf Märkten oder in Gewerbeparks stehen, um hungrige Mitarbeitende oder Innenstadt-Besucher zu verwöhnen. Und einen Traum hat Alexander Goss auch noch: ein Ladenlokal, in dem er seine Gäste verwöhnen kann und in dem sie seine Produkte kaufen können. Der Cloppenburger hat mit dem Rückhalt seiner Familie also noch eine Menge vor.

Infos gibt es online unter https://ostblocklatino.com/.

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