Cloppenburg - Mit gleich zwei Gewässerverunreinigungen haben sich am Wochenende die Einsatzkräfte in Cloppenburg und Emstek beschäftigen müssen. Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg von Montag hatte sich bereits am Freitagnachmittag auf der Piske im Bereich ZOB/Am alten Gaswerk in Cloppenburg ein Ölfilm gebildet. Das Technische Hilfswerk (THW) Cloppenburg, das ebenfalls alarmiert worden war, legte eine Ölsperre, um Schlimmeres zu verhindern. „Dem Geruch nach hat es sich um Diesel gehandelt“, erklärte Frank Beumker, Sprecher des Landkreises Cloppenburg (bei dem die Untere Wasserbehörde angesiedelt ist), am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Einsatzkräfte hätten die Ursache auf einer Baustelle in einem nahegelegenen Siedlungsgebiet ausmachen können, einen Verantwortlichen vor Ort jedoch nicht. Die Stadt Cloppenburg – so Beumker weiter – kümmere sich als verantwortliche Stelle um die Reinigung des Regenwasserkanals.

Am Samstagmorgen war es zu einem Störfall in einem Betrieb in der Gemeinde Emstek gekommen, wodurch Paniermehl und Fett in die Brake gelangten. Auch hier kam das THW zum Einsatz, welches den weiteren Abfluss der Verunreinigungen stoppte. Der verursachende Betrieb – so Kreissprecher Beumker – habe umgehend eine Fachfirma mit der Reinigung des Gewässers und der Kanäle beauftragt. Das verunreinigte Wasser sei der Kläranlage Emstek zugeführt worden.

„Gewässerverunreinigungen stellen grundsätzlich einen Straftatbestand dar und werden entsprechend weiterverfolgt“, so Beumker. Hierzu liefen derzeit Ermittlungen durch die Polizei.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland