Löningen/Hannover/Düsseldorf - Sie ist ja eigentlich unter freiem Himmel unterwegs, aber im Rheinland ist sie jetzt doch mal reingegangen, um anschließend aus dem Rheinbad mehrere Medaillen mit herauszunehmen: Schwimmerin Tina Deeken hat bei ihrer ersten Para-DM im Becken zwei Deutsche Meister-Titel und zwei Vizemeisterschaften geholt. In Düsseldorf konnte die inzwischen in Hannover lebende Löningerin, die für den Verein SSF Obernkirchen startet, auf allen vier Strecken neue persönliche Bestzeiten aufstellen.
Bei den Deutschen Kurzbahn-Mastersmeisterschaften im Para-Schwimmen war Deeken aufgrund der Art ihrer Behinderung in den Starklassen S9 (Freistil und Rücken) sowie S8 (Brust) angetreten. Die Wertung wurde aber startklassenübergreifend nach der 1000-Punkte-Tabelle, die einen Vergleich von Leistungen über Startklassen-Grenzen hinweg möglich macht, vorgenommen.
In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt landete sie über 400-Meter-Freistil (6:05 Minuten) und 50-Meter-Rücken (48,22 Sekunden) ganz oben auf dem Treppchen. Vizemeisterin wurde Deeken über 100-Meter-Brust (1:54 Minuten) und 100-Meter-Freistil (1:23 Minuten).
Nun, da die Hallensaison so richtig beginnt, geht es für die gebürtige Löningerin jedoch wieder raus ins Freie. Schließlich ist sie nicht nur Freiwasser-Schwimmerin, sondern auch Eisschwimmerin. Und nachdem sie dieses Jahr bei der Weltmeisterschaft in Polen gleich sieben Titel in ihrer Altersklasse geholt hat, ist sie natürlich schon heiß auf die Eisschwimm-WM 2023, die vom 11. bis 15. Januar über die Bühne gehen soll. Um im französischen Samoëns als heiße Favoritin zu gelten, gilt es, nun kräftig im kalten Wasser zu trainieren. Sonst sinken in der Zeit der sinkenden Wassertemperaturen ihre Chancen auf weitere WM-Titel...
