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Gewerbegebiet Petersdorf Rat entscheidet über Erweiterung in Bösel

Petersdorf - Das Petersdorfer Gewerbegebiet bekommt an der Straße Birkenmoor nun doch eine größere Einmündung auf die K 149 (Hauptstraße). Aus Verkehrssicherheitsgründen, wie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gefordert hatte. Darauf wird sich voraussichtlich auch der Böseler Planungsausschuss und anschließend der Rat am Mittwochabend verständigen.

Einmündung zu klein?

Schon im Januar, als der Böseler Rat die Erweiterung des Gewerbegebiets Petersdorf grundsätzlich zustimmte, war klar: Die Landesbehörde will, dass die Einmündung an der Straße Birkenmoor „einen ungehinderten Begegnungsverkehr beim Ein- und Ausbiegen“ möglich macht, wenn das Gewerbegebiet erweitert werden soll. Die Gemeinde Bösel wollte damals noch mal mit der Landesbehörde reden. Die Verwaltung ging nämlich davon aus, dass nur wenige Fahrzeuge mehr die Kreuzung nutzen werden und hätte sie lieber so belassen, wie sie ist.

Nun hat die Gemeinde eingelenkt, wie aus den Unterlagen für den Planungsausschuss hervorgeht. Birkenmoor wird gemäß den Anforderungen ausgebaut, die für Wirtschaftswege gelten, die auf eine Kreisstraße münden. Das bedeutet: Auf 25 Metern Länge wird die Fahrbahn auf 5,50 Meter Breite ausgebaut und an die Kreisstraße angeschlossen. In Richtung Gewerbegebiet wird Birkenmoor auf 15 Metern Länge auf die bestehenden 3,50 Meter Breite zulaufen.

Derzeit liegen die wenigen Häuser am Birkenmoor gewissermaßen im Rücken des Gewerbegebiet. Doch: „Planerisches Ziel ist es, einem ortsansässigen Betrieb künftig Erweiterungsfläche bereitstellen zu können und zum anderen weitere Gewerbe- und Handwerksbetriebe an der Straße Birkenmoor Ansiedlungsmöglichkeiten zu bieten“, wie es in den Unterlagen heißt.

Planungsausschuss und Ratssitzung

Nach der Corona-Pause starten auch die Böseler Ratsleute am Mittwoch, 1. Juli, um 18 Uhr wieder in die Sitzungen.

Um Abstand zu halten weichen sie jedoch in die Oberschule Bösel aus. Hier ist Platz für 20 Zuschauer, wer zuerst da ist, bekommt einen Platz. Beim Betreten des Saales muss Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Mindestabstand von 1,50 Metern ist einzuhalten. Besucher müssen ihre Kontaktdaten angeben.

Los geht es mit der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr. Um 19.45 Uhr folgt die Ratssitzung.

Während also bestehende Betriebe erweitert werden und weiterhin über die Baumstraße und die Daimlerstraße angesteuert werden, haben die neuen Betriebe Zufahrten vom Birkenmoor.

Die Gemeinde Garrel hat sich in der Auslegung der Unterlagen zu Wort gemeldet: Die Straße Birkenmoor, die später zur Garreler Gemeindestraße Zum Kammerfeld werde, habe über die Petersdorfer Straße eine direkte Verbindung zur Böseler Straße (L 835). „Somit ist davon auszugehen, dass teilweise Anlieferverkehr aus Richtung Garrel kommend diese Abkürzung nehmen wird“, teilt die Gemeinde Garrel mit. Doch Zum Kammerfeld sei nur als reiner Wirtschaftsweg ausgebaut worden. Die Straße sei nicht als Zubringerstraße für eine Gewerbegebiet ausgelegt. Es müssten „geeignete Maßnahmen“ getroffen werden, dass der Verkehr nur über die Hauptstraße (K 149) abgewickelt werde. Die Gemeinde Bösel nimmt dies zunächst zur Kenntnis, plant aber vorerst keine Konsequenzen. Von Böseler Seite ist derzeit sowieso nur Anlieger-Lkw die Einfahrt ins Birkenmoor gestattet.

Ökofläche zu weit weg?

Die Kritik der Kreisverwaltung an der Wahl der ökologischen Ersatzfläche für die Gewerbegebietserweiterung, weißt die Gemeinde indes zurück. Sie habe keinen räumlichen und funktionalen Zusammenhang mit der Fläche in der der Eingriff in die Natur gemacht wird, sagt der Kreis. Die Ersatzfläche liegt in Schwerinsdorf im Landkreis Leer. Auf Böseler Gemeindegebiet oder in der Umgebung gebe es keine Ersatzflächen, notiert die Böseler Verwaltung als Abwägung. Die Fläche liege aber im „gleichen Naturraum“, das sei vom Umweltministerium seit Jahren als Kompensation anerkannt.

Eva Dahlmann-Aulike
Eva Dahlmann-Aulike Redaktion Münsterland
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