Petersdorf - Ab kommender Woche wird die Ortsdurchfahrt Petersdorf saniert und umgestaltet. Für Autos und Lkw wird die Hauptstraße ab Montag, 14. Juni, bis voraussichtlich 31. Oktober gesperrt, teilt der Landkreis Cloppenburg mit.
Radverkehr innerorts
Die Umleitung werde über die Garreler Straße (L 835), Nikolausdorfer Straße (L 847), Oldenburger Straße (L 870) und Friedrichstraße (K 292) und umgekehrt geleitet. „Für den Radverkehr ist eine gesonderte Umleitung über die Gemeindestraßen Am Barkenmoor und Kampstraße ausgewiesen“, schreibt Kreissprecher Frank Beumker.
Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten gemacht, um den Verkehr innerhalb Petersdorf zu ermöglichen. „Während der Bauzeit kann es in den unterschiedlich Bauabschnitten zu Änderungen kommen“, so der Landkreis. Los geht es mit dem Abschnitt zwischen Moorstraße und Sandkamp. Es folgt der Abschnitt zwischen Sandkamp bis zur Höhe der Bäckerei Burrichter. Und schließlich wird die Hauptstraße von der Bäckerei bis zum Ortsausgang in Richtung Bösel erneuert.
Die Sanierungspläne des Landkreises Cloppenburg für die Kreisstraße waren vergangenes Jahr in die Kritik der Grünen/UWG-Gruppe im Kreistag geraten. Sie hatten angemerkt, dass die Kreisverwaltung, die Politik nicht rechtzeitig an der Detailplanung für den Straßenumbau beteiligt habe. So habe es keine Möglichkeit gegeben, sich mit Ideen für den Erhalt von 41 Alleebäumen einzubringen. Diese wurden bereits Anfang des Jahres gefällt. Andernfalls wären die Bauarbeiten verzögert worden, denn Bäume dürfen aus Naturschutzgründen nur zwischen November und Februar gefällt werden. Ausnahmen gibt es nur, wenn von einem Baum Gefahr ausgeht.
Die Kosten für das 785 Meter lange Straßenbauprojekt sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. So wurde bei der Vorplanung 2017 noch geschätzt, die Arbeiten würden rund 1,2 Millionen Euro kosten, zu Beginn dieses Jahres war von 1,8 Millionen Euro die Rede. Inzwischen ist klar, dass die Sanierung 2,5 Millionen Euro kosten wird.
Zwei Kostenträger
Der Landkreis Cloppenburg als Straßenbaulastträger der Kreisstraße übernimmt die Kosten für Fahrbahn, Rinne und Radweg. Die Gemeinde trägt den Gehwegbau sowie die Erneuerung von Regen- und Schmutzwasserkanälen und legt diese Kosten anteilig auf die Anlieger um.
