Cloppenburg - Kreative und innovative Ideen zur nachhaltigen Reduzierung des Plastikkonsums in der Stadt Cloppenburg entwickeln: Das war das Ziel eines Schulwettbewerbs mit dem Titel „plastikfreies Cloppenburg“, an dem bis zum 15. März alle Schulen im Stadtgebiet teilnehmen konnten. Der politische Beschluss war bereits im November 2019 gefasst worden. Der Wettbewerb war aber wegen der Pandemie verschoben worden. Eine eigens für den Wettbewerb aufgestellte Jury ermittelte die insgesamt drei Gewinnergruppen:
1. Platz: Grundschule Emstekerfeld (4. Jahrgang); 2. Platz: St. Vincenzhaus (Klasse 10b); 3. Platz: Oberschule Marienschule (insbesondere die Jahrgänge 9 und 10).
Die Teilnahme am Wettbewerb war rege, es reichten insgesamt zehn Gruppen aus neun Schulen ihre Projektarbeiten ein. Mithilfe eines Punktesystems konnten die Gewinner auserkoren werden, wenngleich sich die erreichten Gesamtpunktzahlen nicht stark voneinander unterschieden, teilte die Stadt Cloppenburg mit. „So leistete jede Gruppe mit ihrer Projektarbeit einen kleinen, aber nicht weniger wichtigen Beitrag zur plastikfreien Entwicklung in der Stadt Cloppenburg“, heißt es.
GS Emstekerfeld
Der 4. Jahrgang der Grundschule Emstekerfeld veranstaltete einen Umweltaktionstag. Dabei verschenkten sie unter anderem selbst hergestellte Müllbeutel aus alten Zeitungen in 5er Packungen an ihre Eltern. Im Gegenzug bekamen sie einen Euro als symbolische Spende, wovon sie sich Bienenwachs und Baumwollstoff kaufen konnten. Aus den Materialien wurden Bienenwachstücher zur nachhaltigen Aufbewahrung von Lebensmitteln hergestellt. Ferner bastelte der 4. Jahrgang im Rahmen einer Upclycling-Aktion zu Weihnachten Geschenkboxen aus alten Tetrapacks. Aber auch Stifteboxen, Blumentöpfe und vieles mehr ließen sich aus den Wegwerfprodukten herstellen.
Schule St. Vincenzhaus
Die Klasse 10b der Schule St. Vincenzhaus sammelte insgesamt 78 Kilogramm Plastikdeckel, die über eine caritative Institution an eine Recyclingfirma weitergeleitet und dort zu Kunststoffgranulat verarbeitet wurden. Aus dem Verkauf des Granulats wurden Rollstühle oder Rehabilitationsmaßnahmen für Menschen mit Behinderungen finanziert.
Parallel zu dieser Aktion organisierte die Klasse eine Ausstellung, bei der der Prozess des Verrottens verschiedenster Müllprodukte und Alternativen zum Plastikgebrauch für den Alltag vorgestellt wurden.
ObS Marienschule
Die Oberschule Marienschule punktete mit der Vorbereitung eines „PlastikFrei-Tags“, der am 24. Juni stattfinden soll und auf Initiative der Profile Gestalten (Jahrgang 10) sowie Labor und Umwelt (Jahrgang 9) organisiert wurde.
Für dieses Projekt wurden Ideen gesammelt, wie man Kunststoffe im Alltag nachhaltig vermeiden kann und wie es gelingt, auch andere dazu zu animieren. Es wurden eine Müllsammelaktion und die Herstellung von Plastikalternativen, wie zum Beispiel Tragetaschen aus Stoffresten, Wachstücher als Alternative zur Plastiktüte, verpackungsarme Duschstücke als Alternative zum Duschgel in einer Plastikflasche sowie Einkaufschips aus Holz in allen Jahrgängen der Oberschule erprobt.
500 Euro erhält der erste Platz, 250 Euro der Zweitplatzierte, 100 Euro der dritte Platz. Die Gelder werden den jeweiligen Klassenkassen zugeführt und stehen den Schülerinnen und Schülern zur freien Verfügung.
