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Auf dem Weg nach Bremen Ryanair-Flugzeug über Gehlenberg mit Laserpointer geblendet

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Horst Wilken
Der Pilot einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryanair wurde über Gehlenberg von einem Unbekannten geblendet. (Symbolbild).

Der Pilot einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryanair wurde über Gehlenberg von einem Unbekannten geblendet. (Symbolbild).

dpa

Friesoythe/Bösel/Barßel/Saterland - Einem Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr geht die Polizei in Friesoythe nach. Der Pilot einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryanair hatte am Sonntag gegen 20.05 Uhr der deutschen Luftsicherung gemeldet, dass er durch einen grünen Laserpointer geblendet worden sei.

Die Passagiermaschine befand sich aus London-Stansted kommend im Landeanflug auf den Flughafen Bremen in einer Höhe von circa 4000 Metern. Die vom Piloten mitgeteilten Koordinaten des Ursprungsorts der Blendung befanden sich nach Angaben der Polizei im Bereich von Gehlenberg. Eine Sofortfahndung blieb vor Ort jedoch ergebnislos.

Nun sucht die Polizei nach Zeugen des Vorfalls. Sie sollen sich mit der Polizei Friesoythe (Tel. 04491/93160) in Verbindung setzen. Auch wenn es nicht zu einer Beeinträchtigung des Luftverkehrs (Ausweichkurs oder Abbruch des Landeanflugs) kam, wurde dennoch ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

abfälle entsorgt

Ebenfalls am Sonntag, gegen 14 Uhr, wurde die Polizei in Friesoythe von einem Zeugen darauf hingewiesen, dass vermutlich Schlachtabfälle von einem Pkw mit Anhänger am Bernethsdamm in Bösel entsorgt werden. Vor Ort trafen Polizeibeamte einen 38-jährigen Böseler und einen 43-jährigen Friesoyther an. Sie sollen Tierinnereien an einem Feldrand entsorgt haben. Gegen die angetroffenen Personen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, teilt die Polizei weiter mit.

fahrer verletzt

Schwer verletzt worden ist bei einem Unfall am Sonntag um 14.12 Uhr ein alleinbeteiligter Motorradfahrer in Friesoythe. Wie die Polizei berichtet, wollte der 59-jährige Friesoyther vom Nussbaumweg kommend nach links auf die Schwaneburger Straße abbiegen. Hierbei verlor er die Kontrolle über das Motorrad und stürzte unglücklich. Nach Zeugenaussage soll der Motorradfahrer langsam abgebogen, allerdings trotzdem unglücklich gestürzt sein, so die Polizei.

Falscher Führerschein

Bereits am Samstag gegen 15.15 Uhr hatten Polizeibeamte einen 28-jährigen Ukrainer, wohnhaft im Saterland, kontrolliert, der auf der Europastraße in Friesoythe unterwegs war. Bei der Kontrolle legte der Mann den Polizisten eine Fahrerlaubnis vor, die sich nach Prüfung als gefälscht herausstellte. Gegen den 28-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung eingeleitet.

Betrunkener Soldat

Massiv gestört wurden in einer Nacht am Wochenende Beamte des Polizeikommissariats Friesoythe während einer Verkehrskontrolle in Barßel. Der junge Fahrer eines dunklen Pkw aus Friesoythe leistete den Haltezeichen des Streifenwagens sofort ordnungsgemäß folge und kooperierte beispielhaft.

Sein 23-jähriger, offensichtlich stark alkoholisierter Mitfahrer hingegen sah es als seine Aufgabe an, die polizeiliche Maßnahme durch Zwischenrufe massiv zu stören. Der Aufforderung des die Kontrolle sichernden Polizisten auf der Beifahrerseite, im Fahrzeug zu verbleiben, kam der Saterländer, der sich vor Ort bei der Kontrolle lautstark als Soldat outete, nicht nach.

Stattdessen kam der Mann dem Polizisten unangebracht nahe und stellte die Verkehrskontrolle immer wieder wild gestikulierend in Frage. Seine Personalien gab er erst nach mehrmaliger Aufforderung preis.

Eine Eskalation der schlichten Routinekontrolle konnten die Beamten vermeiden. Ob die Ordnungshüter eine rechtliche Prüfung des Verhaltens des streitsüchtigen Mannes anstreben, steht derzeit noch nicht fest.

Die Soldaten durch das Soldatengesetz auferlegte Verpflichtung, sich auch außer Dienst und außerhalb dienstlicher Unterkünfte stets so zu verhalten, dass das Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit nicht beeinträchtigt wird, bedarf unter Umständen einer gesonderten Prüfung des militärischen Disziplinarvorgesetzten des Bundeswehrangehörigen.

Renke Hemken-Wulf
Renke Hemken-Wulf Redaktion Münsterland
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