Garrel/Höltinghausen/Goldenstedt - Nachdenklich gestimmt hat die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta die Schulwegkontrolle am Mittwoch in Garrel. Zwischen 7.30 und 8 Uhr kontrollierten die Beamten vor der Gundschule in der St.-Johannes-Straße. In zehn Fällen waren die Gurte nicht oder nicht richtig angelegt, in zwei Fällen waren die Eltern nicht angeschnallt. Bei acht Fällen betraf der Verstoß die Kinder. Zwei von ihnen waren angegurtet, hatten aber keinen entsprechenden Kindersitz dabei. Und sechs Kinder wurde ohne Gurt und ohne Kindersitz im Auto mitgenommen.
Das Bußgeld für einen nicht angelegten Gurt beträgt 30 Euro. Für den Transport eines Kindes ohne Sicherung werden 60 Euro fällig. Außerdem gibt es für den Fahrer einen Punkt in Flensburg. Die Polizei weist darauf hin, dass Kinder unter zwölf Jahren beziehungsweise unter 1,50 Meter Körpergröße einen Sitz nutzen müssen. Grund für die Kontrolle war, dass die Polizei die Eltern sensibilisieren wollte für einen sicheren Schulweg im Auto. Allerdings stießen sie hier in zwei Fällen sogar auf absolute Uneinsichtigkeit, heißt es von Seiten der PI.
Dies zeigen leider auch die Erfahrungen von Verkehrssicherheitsberater Achim Wach: „Während der Arbeit mit Vorschulkindern gaben diese immer mal wieder die Rückmeldung, dass auch sie nicht immer einen Kindersitz benutzen müssen. Das wird auch in den Gesprächen mit den Eltern thematisiert und entsprechend aufgearbeitet.“
Die Polizei appelliert daher, auf eine richtige Personenbeförderung zu achten. Denn Sicherheitsgurte retten Leben. Die passiven Sicherheitssysteme der modernen Kraftfahrzeuge – Airbag, Sicherheitsgurt, Gurtstraffer, Kindersitz etc. – können nur im Zusammenwirken den größtmöglichen Schutz für die Insassen bieten. Auch die Schwere der Unfallfolgen ist oftmals davon abhängig, ob ein Sicherheitsgurt angelegt war oder nicht.
In zwei weiteren Fällen erwartet die Eltern außerdem ein Bußgeld für die verbotswidrige Nutzung ihres Mobiltelefons während der Fahrt.
Erfreuliches am Rande: Während der Kontrolle zeigten auch viele Eltern einen „Daumen hoch“ für den Einsatz der Polizeibeamtinnen und -beamten.
Vermutlich wegen der tiefstehenden Sonne hat eine 80-jährige Autofahrerin aus Höltinghausen eine Pedelec-Fahrerin übersehen. Sie wollte am Dienstag um 10.30 Uhr von einem Parkplatz in Emstek auf die Halener Straße auffahren und übersah dabei die 58-Jährige, die mit ihrem Pedelec auf dem Geh- und Radweg von rechts kam und entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs war. Die Emstekerin wurde durch den Zusammenstoß leicht verletzt.
Bei einem Auffahrunfall in Goldenstedt ist am Mittwoch eine 34-Jährige verletzt worden. Die Frau aus Sulingen wartete um 16.15 Uhr verkehrsbedingt auf der Vechtaer Straße. Vor ihr standen zwei Autos, die ebenfalls warteten. Ein 31-jähriger Autofahrer aus Wildeshausen übersah die stehenden Fahrzeuge und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Er fuhr auf das Auto der 34-Jährigen auf, das auf die vor ihr stehenden Autos geschoben wurde. Zwei Autos waren nicht mehr fahrbereit, der Schaden wird auf 16.500 Euro geschätzt.
