Garrel - Post von „Curt“ erhalten in diesen Tagen die Senioren im Seniorenzentrum Haus Elisabeth in Garrel. Hinter Curt steckt das Projekt „Cloppenburger und Cloppenburgerinnen unterstützen rege und lassen 60+ teilhaben“. Die Postkarten sind aber nicht von Zauberhand gestaltet worden. Zu Stift und Kleber gegriffen hatten die Kindergartenkinder aus dem Garreler Barbara-Kindergarten.
Im Garreler Rathaus, wo die Kinder die Karten am Donnerstagmorgen übergaben, wurden sie von Vertretern der unterschiedlichen Seniorengruppen in der Gemeinde. Auch Bürgermeister Thomas Höffmann schrieb Grüße auf eine Karte.
„Wir möchten der Einsamkeit entgegenwirken und anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagte Nicole Bärens, Projektkoordinatorin beim Bildungswerk Cloppenburg-Garrel.
Die Postkartenaktion ist ein Projekt von weiteren geplanten, die sich in Garrel gezielt an Menschen ab 60 Jahren richten und der Einsamkeit durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten vorbeugen sollen.
Aktive Hilfe etwa bei Bewerbungen um Jobs, Beratung zu aktuellen Problemen oder Hinweise zur Mobilität, zu Nachbarschaftshilfen oder eben zu Vereinen – all das umfasst das Angebot, für das in Garrel Lea Westerhof (Tel. 04471/9108-65 oder lwesterhof@bildungswerk-de) Ansprechpartnerin ist. Curt wird vom Bund und von der EU gefördert.
Überlegungen, wie konkret in Garrel unterstützt werden kann, hat Eugen Gehlenborg, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Garrel, bereits. Online-Banking sei so ein großes Thema, berichtete Gehlenborg, der von mehr als 20 Seniorengruppen in der Gemeinde sprach. Und auch Bürgermeister Höffmann sieht dieses Projekt angesichts der bald in Rente gehenden Babyboomer-Generation, die die Gesellschaften vor Herausforderungen stellen werde, sehr positiv. „Wir müssen uns besser aufstellen.“
