Bösel - Herden von Elefanten, Gazellen, Giraffen und Affen bevölkerten am Freitagnachmittag die BiB-Arena Bösel. Und die vielen gut gelaunten Tiere hatten ihre Familien mitgebracht. Denn über die vergangene Woche hatten sich die rund 300 Schülerinnen und Schüler der St.-Martin-Schule aufgemacht zu einer Reise zum Trommelzauber-Dorf Tamborena. Sie hatten viel Rhythmus mitgebracht und Kostüme für die Aufführung das Trommelmusical „Tambo Tambo“ gebastelt.
Viel Engagement
Alle vier Jahre macht die St.-Martin-Grundschule eine große Projektwoche wie diese. „Es war eine wunderbare Woche“, schwärmte Schulleiterin Rita Schorling. „Die Kinder haben sich mächtig ins Zeug gelegt.“ Tänzer und Musiker Thomas Soukou sei ein Meister seines Fachs. Fasziniert habe sie beobachtet, wie mehr als 300 Kinder an seinen Lippen hingen. Lob gab es auch für das Kollegium der Grundschule und ein Dankeschön an den Förderverein der St.-Martin-Schule und den Förderverein ZIB – Zusammen in Bösel. Beide hatten die Projektwoche finanziell unterstützt.
Dann ging es los auf die Reise nach Tamborena, zuerst im Flugzeug, dessen Motor mit den mehr als 300 Trommeln in der BiB-Arena beeindruckend laut brummte, aber auch durchaus leise durch die Wolken gleiten konnte. Auch das Publikum in der vollen BiB-Arena wurde auf die Reise mitgenommen, musste mitklatschen und mitsingen und sich ein bisschen Kritik von Thomas Soukou gefallen lassen: Am Anfang waren alle viel zu leise und zurückhaltend. „Die Eltern brauchen ein bisschen mehr Übung.“
Lauter sein
Und in der Nähe des Dorfes Tamborena angekommen, ermutigte er die Kinder: „In Deutschland ruft der Nachbar die Polizei, aber wenn ihr in Afrika so leise seid, kommen die Kinder aus dem Trommeldorf nicht.“ Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen und gaben alles.
