• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg

Radtour und Gottesdienst

30.08.2018

Die diesjährige Fahrradtour des Heimatvereines Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup begann mit einer Kaffeetafel in der Mühle. Die Organisatoren führten die 40-köpfige Gruppe dann zum Schwarzenberg zur Owl Bush Ranch. Die Inhaberin der Reitschule, Lisa Memering, und ihre Mitarbeiterin Claudia Emundts erläuterten den Besuchern die Besonderheiten des Westernreitens.

Die Grundlagen seien jedoch die gleichen wie beim Klassikreiten. Die examinierte Physiotherapeutin und Trainerin-C Basissport und Westernleistungssport mit Qualifikation Bodenschule, Memering, möchte Schülern mit ihren 36 Pferden einen „pferdegerechten Umgang und das harmonische Reiten beibringen“. Zudem sollen die Pferde in ihrem Reitstall ein möglichst artgerechtes Zuhause finden. Die mitgereisten Kinder freuten sich, dass sie in der Reitschule ein paar Runden auf einem Pony drehen durften.

Anschließend ging es über Hilkenbrook und Neulorup mit einigen Pausen zurück zum Kulturzentrum Mühlenberg, wo noch in gemütlicher Runde gegrillt wurde.

Zum 25. Mal hatten die Kolpinger aus Esterwegen, Bockhorst, Lorup und Gehlenberg zu einem Friedensgottesdienst auf dem Friedhof des ehemaligen Gefangenenlagers Esterwegen eingeladen. Zahlreiche Gläubige versammelten sich am Mahnmal, einem großen Kreuz, und feierten zusammen mit dem Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe und seinen Amtsbrüdern Pater Lukas und Pfarrer i.R. Alfons Heermann den Gottesdienst, zu dem der Vorsitzende der Kolpingfamilie Esterwegen die Anwesenden begrüßte. Auch zahlreiche Bannerabordnungen der Kolpingfamilien vom Hümmling und dem Bezirk Aschendorf-Ostfriesland waren vertreten. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Männergesangverein Esterwegen.

Seiner Predigt stellte der Weihbischof die Geschichte zweier Friedensbilder voran. Auf dem ersten sei eine idyllische Seelandschaft mit einem harmonisch und friedlich wirkenden Umfeld abgebildet. Das zweite zeige eine chaotisch wirkende Umgebung, in der ein Vogel sein Nest gebaut hatte und seinen Nachwuchs pflegte.

Dieses zweite Bild komme unserer Wirklichkeit nahe, betonte der Bischof. In einer düster wirkenden Welt seien große Ängste und chaotische Zustände an der Tagesordnung. Dennoch gebe es auch hier immer noch Plätze, von denen Frieden ausgeht. „Wir dürfen die Hände nicht in den Schoß legen und auf Veränderung warten“, rief er den Kolpingern zu und ermunterte sie zu Engagement in Politik und Gesellschaft. Man müsse Frieden wollen und an ihn glauben.

73 Friedensjahre in Europa und das Entfernen von Schlagbäumen seien der Beweis, dass Frieden möglich ist. Nationalistische Interessen, Abschottung, das Einrichten neuer Grenzzäune, rechtes Gedankengut und populistische Machenschaften würden ihn gefährden. „Dieser Ort, an dem wir stehen, muss uns Mahnung sein, Menschen anderer Herkunft und anderen Glaubens mit Achtung zu begegnen und nicht gering zu schätzen“, sagte Wübbe. „Machtgier und Größenwahn haben zu zwei großen Katastrophen geführt. Denn wer der Größte sein will, muss andere klein halten.“

Im Gedenken an die vielen Opfer des Nationalsozialismus auch in den 14 Emslandlagern sang der Männerchor das Lied der Moorsoldaten, in dem diese ihre verzweifelte Situation, aber auch die Hoffnung auf Freiheit und Frieden ausgedrückt hatten. Mit dem gemeinsam gesungenen Kolpinglied endete der Gottesdienst.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.